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Wir sparen eine Million: Gespräch mit Frau Pfarrerin Susanne Schneider-Riede, Johannesgemeinde Wiesloch

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Wir sparen eine Million: Gespräch mit Frau Pfarrerin Susanne Schneider-Riede, Johannesgemeinde Wiesloch

7. Dezember 2009

Die aktuelle Wieslocher Woche bringt ein Gespräch mit Frau Schneider-Riede, Gemeindepfarrerin der Johannes-Gemeinde Wiesloch, zur Kampagene „Wir sparen eine Million“.

Frau Pfarrerin Schneider-Riede, kennen Sie “move” und dessen Kampagne “Wir sparen eine Million“?

Sch.-R.; Ich bin registriert bei “move”, fahre aber oft zu Zeiten mit dem Auto, die weniger interessant für Mitfahrer sind oder ich fahre mit dem Rad. Die Idee fasziniert mich, jedoch scheint es mir problematisch zu sein, dass die Fahrzeiten von verschiedenen Verkehrsteilnehmern oft sehr unterschiedlich sind. Ich denke aber, dass die “move”-Idee klasse ist. Meistens fahre ich mit dem Rad und ich habe mir vorgenommen, nur einmal im Monat mit dem Auto zum Großeinkauf zu fahren.

Wie sieht Ihr persönlicher Sparbeitrag aus?

Sch.-R.: Ich fahre Kurzstrecken nicht mehr mit dem Auto oder wenn, dann benutze ich die Rückfahrt für den nötigen monatlichen Großeinkauf, so dass ich die Hinfahrt spare. Ansonsten kaufe ich kleine Dinge zu Fuß ein. Mit wenig Aufwand komme ich so zu meinem konkreten Kilometer-Sparbeitrag. Allgemein kann ich sagen, dass ich nicht regelmäßig Auto fahre, denn mein Arbeitsplatz ist ja hier in Wiesloch.

Wenn Sie Seelsorgebesuche machen oder Dienstgänge zu erledigen haben, wie kommen Sie dort hin?

Sch.-R.: Die Seelsorgebesuche mache ich gerne zu Fuß, nur abends fahre ich mit dem Auto. Das Auto suggeriert Frauen Sicherheit, wenn sie nachts unterwegs sind.

Könnten Sie sich vorstellen, persönlich weitere Auto-Kilometer zu sparen, so ganz außer der Reihe?

Sch.-R.; Ja, das könnte ich. Ich habe mir vorgenommen, darüber weiter nachzudenken. “Move” ist ja dazu da, für unser Sparen Lob und Ansporn zu geben.

Frau Pfarrerin, was tut der Schöpfung gut?

Sch.-R.: Die Umwelt zu schonen und auf sie zu achten. Der “Grüne Gockel” der Johannesgemeinde ist inzwischen zertifiziert, das heißt die Gemeinde hat sich vorgenommen, in Gemeindegebäuden Energie-Schwachstellen zu beseitigen, auch sparen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eifrig Kilometer beim Autofahren, es haben sich Fahrgemeinschaften gebildet. Das energetische Sparen ist wichtig, denn es hilft mit die Schöpfung zu bewahren. Da treffen Umweltschutz und heutzutage auch wirtschaftliches Denken aufeinander. Es sollten noch mehr Menschen für diese Gedanken gewonnen werden, viele, aus ganz verschiedenen Bereichen kommend, wurden schon erreicht. Wir müssen heute wichtige Entscheidungen treffen für die nächsten Generationen. In diesem Sinne fordert “move” mich neu heraus, noch mehr darüber nachzudenken.

Das sollte Beispiel geben. Vielen Dank für das Gespräch!

Nähere Informationen über move und die Kampagne: www.move21.de/wirspareneinemillion

Das Gespräch führte Karin Hirn.

Quelle: Wieslocher Woche vom 2.12.09