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Willkommen im Club der intelligenten Rechner

Willkommen im Club der intelligenten Rechner

„Willkommen im Club der intelligenten Rechner“ ist ein ausführlicher Artikel im diesjährigen „Kurpfälzer Winzerfestanzeiger“ betitelt (S. 22-26), in dem das gesamte Projekt in Stichworten vorgestellt wird. Einige Mitmacher sind mit persönlichen Äußerungen vertreten.

Barbara Eckhardt-Kolb hat sich schon früh für die move- „Zusteiger-Mitnahme“ registrieren lassen und den entsprechenden Aufkleber an ihrem Fahrzeug angebracht. Überhaupt war die Altwieslocherin schnell überzeugt: „Der Versuch lohnt sich. Fast alle können mitmachen.“ Sie hat auf die verschiedensten Weisen bei move mitgeholfen: Telefoninterviews mit Autofahrern geführt, Ortseingangstafeln gereinigt, Flyer gefaltet, an Ständen über move informiert. „Es macht Spaß, ich kann mir meine Zeit selbst einteilen. Und es geht um ein sinnvolles Ziel.“

Familie Brinkmöller

FAMILIE BRINKMÖLLER

Die Brinkmöllers aus Baiertal stehen voll hinter move. Vater Bernhard gehört zu den wenigen, die täglich bei Wind und Wetter mit dem Rad zur Arbeit nach Walldorf fahren. Auch die Söhne Stefan, Martin und Thomas scheuen den Baiertaler Buckel auf dem Weg ins Schulzentrum nicht: „Ich bin auf dem Hinweg mindestens so schnell wie die Autofahrer!“ sagt Stefan. Wären nicht Abschlussprüfungen in der Realschule gewesen, hätte er sich im move-Ortsteam Baiertal und in der Projektgruppe Schulzentrum noch stärker engagieren können. Das Familienauto steuert meist Mutter Anke, die sich gerne – wie auch Stefan – der Zusteiger-Mitnahme anschloss. Die ganze Familie nimmt Klimaschutz und Energiesparen sehr wichtig. „Durch die Benutzung der Fahrräder kommen wir mit einem Auto aus. Das gesparte Geld geben wir lieber für Energiesparmaßnahmen am Haus aus. Zurzeit installieren wir eine thermische Solaranlage, die als eine der ersten in Deutschland neben der Warmwassererzeugung und der Heizungsunterstützung auch eine Klimaanlage unterstützt.“

Herbert Ramroth

Herbert Ramroth

Heribert Ramroth aus Horrenberg ist ein engagierter Nutzer des öffentlichen Personen-Nahverkehrs, wenn er nicht mit dem Rad unterwegs ist, wie häufig zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf. Der Vierzigjährige hat sich zwar schon früh auch für die Zusteiger-Mitnahme registrieren lassen, weil ihm das Konzept einfach einleuchtet: „Aber hier in Horrenberg ist move einfach noch nicht so recht angekommen“. Eine konkrete Verbesserung liegt ihm besonders am Herzen: „Wenn in einem Jahr die Elsenztal-S-Bahn kommt, sollte sie für die Horrenberger und Balzfelder Bevölkerung einfach gut erreichbar sein. Das entlastet dann sogar Altwiesloch, weil man über Neckargemünd regelmäßig, häufiger und schneller nach Heidelberg und Mannheim kommen wird.“

 

 

 

Norbert Heneka

Norbert Henneka

Norbert Heneka wohnt in der Baiertaler Straße in Altwiesloch. Schon von Anfang an arbeitet er im kleinen „Ortsteam Altwiesloch“ mit. Seine gegenwärtige Spezialaufgabe ist die Betreuung der wechselnden Plakate an der Baustelle, die die Autofahrer auf move und seine verschiedenen Schwerpunkte aufmerksam machen sollen. „Mindestens die Motor aus! – Appelle haben schon gefruchtet“ meint der 47-Jährige, der einen weiten Weg zur Arbeit nach Darmstadt hat. Diesen Weg legt er schon lange in einer Fahrgemeinschaft zurück. „Als wir im Frühjahr einen Platz frei hatten, kam die MIFAZ wie gerufen“. Sein Angebot steht seitdem in der neuen elektronischen Mitfahrzentrale (www.mifaz.de/wiesloch), wurde aber bisher nur einmal von einem Gelegenheitsmitfahrer genutzt. „Ich hoffe, daß noch mehr Leute ihre Angebote dort eintragen, dann gibt’s vielleicht auch ein paar ‚Treffer‘.“

Volker HaentjesDer Dielheimer Volker Haentjes legt seinen Weg zur Arbeit in Walldorf häufig mit dem Rad zurück. „So verbinde ich das Angenehme mit dem Nützlichen, und die Fahrt dauert kaum länger als mit dem Auto!“ Um die wenigen Fahrten, die er mit dem Auto zurücklegt, vielleicht doch noch sinnvoller zu gestalten, hat er sich als einer der ersten im Februar in die neue, von move initiierte elektronische Mitfahrzentrale (www.mifaz.de/dielheim) eingetragen. „Eine gute Sache, auch wenn ich bisher noch keine Resonanz hatte.“ Als Familienvater liegt ihm der Schulverkehr sehr am Herzen. Sein Engagement als Elternvertreter – er arbeitete auch in der move-Projektgruppe Schulzentrum mit – gilt vor allem dem Ausbau des Busverkehrs. Was er von seinem Sohn hört, ärgert ihn: „Die Busse sind einfach zu oft überfüllt und die Fahrtzeiten zu ungünstig. Da konnte auch move bisher nichts bewirken.“ Die Radwegbegleitung, die geplanten Elternhaltebuchten und die Schließung der Gymnasiumstraße sind dagegen auch für ihn ein schöner Erfolg von move.

Frauke Hettinger

Frauke Hettinger

Frauke Hettinger, 38 Jahre, ist Bauingenieurin mit dem Schwerpunkt Straßen- und Tiefbau und kann daher „move“ auch gut mit anderen Verkehrsprojekten vergleichen. „Derartige Projekte gibt es viel zu wenige“, meint sie, die 2007 schon in der Lokalen Agenda 21-Gruppe mitarbeitete, aus der heraus „move“ entstand. Sie gestaltet die Verkehrszählungen und -Befragungen mit und informiert an Ständen die Bevölkerung über „Mobilität bewahren – Verkehr sparen“. Und natürlich macht Frauke Hettinger bei der „Zusteiger-Mitnahme“ mit: „Gerade, wer wie ich zu ständig wechselnden Zeiten und auf unterschiedlichen Strecken unterwegs ist, leistet durch das geregelte und doch spontane Mitnahme-Angebot einen einfachen Beitrag, Verkehr zu verringern und Mobilitätsmöglichkeiten dabei sogar zu erweitern!“

 

 

 

Familie Sandritter

Die Sandritters

Die Sandritters engagieren sich für move in Schatthausen. „Für uns beide ist der Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung ein wichtiges Motiv. Wir alle können kleine Teile dazu beitragen, das zeigt move,“ meint Fritz Sandritter. Wie seine Frau Ursel („Ich werde mich auch mal an die Straße stellen, um schnell nach Wiesloch zu kommen“) hat er sich für die Zusteiger-Mitnahme registrieren lassen. Lange kam die Familie mit einem Auto aus. Tochter Luisa, die in Ludwigshafen Marketing studiert und dazu noch bei SAP als Werkstudentin arbeitet, brauchte dann aber doch eines: „Sonst wär ich einfach nicht schnell genug zwischen Schatthausen, SAP und Bahnhof unterwegs gewesen.“ Aber: “In den Semesterferien und fahre ich mit dem Stadtbus zu SAP. Das Schöne dabei ist, dass ich während der Fahrt lesen kann.“ Auch Tochter Christina, Lehrerin in Sandhausen, und Schwiegersohn Jörg, der in Ziegelhausen arbeitet, sind in dem move-System bzw. bei der mifaz angemeldet. „Schon für die Fahrt zur Arbeitsstelle oder zum Kinderarzt nach Bammental brauchen wir das Auto, da der Ort mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist.“