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Vier Fahrrad-Nachrichten

Vier Fahrrad-Nachrichten


16 Teilnehmer an der ersten Feierabend-Radtour
Prächtiges Wetter machte die erste der dreizehn diesjährigen Feierabend-Radtouren für Alltagsradler für die 16 Teilnehmer zu einem wahren Vergnügen.

Die gemütliche Tour führte zum Golfplatz St.Leon-Rot und dann wieder zurück nach Wiesloch. Sie klang aus in der Gaststätte Kurpfalz, wie das auch bei den nächsten Malen sein soll. Die nächste Tour führt am 16. April (wieder 18 Uhr Start am Gänselieselbrunnen) zum Kirchheimer Hof. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Angebot: Begleitete Radfahrgemeinschaften für Baiertaler Realschüler
Vom 4. bis zum 8. Mai bietet Herr Auer aus Baiertal (Tel.: 770779) für die Strecke Baiertal- Schulzentrum Wiesloch eine „Trainingswoche“ für Radler (für den Hinweg) an. Teilnehmerzahl: maximal 8 Kinder der fünften und sechsten Klassen der Realschule. Start: 7.15 Uhr, Treffpunkt am Baiertaler Ortsausgang. Hintergrund: Schülerinnen und Schüler fahren am liebsten gemeinsam; für Eltern ist es beruhigend, wenn sie ihr Kind in einer sicheren Gruppe unterwegs wissen. Das gilt vor allem zu Beginn, wenn der Schulweg noch neu ist. Vor Beginn der Aktion wird es ein kurzes Treffen des Begleiters mit den interessierten Schülern geben, um die „Spielregeln“ festzulegen. Der Termin wird mitgeteilt, wenn das Interesse feststeht.
Um das Interesse einschätzen zu können, wird nach den Osterferien um eine kurze Rückmeldung in der Schule gebeten.

Move-Radfahrerin des Monats März ist Bettina Lieske aus Wiesloch. Sie überschreibt ihren Beitrag: Rudi der Reiher und Regen am Rhein
Im Urlaub ist das Radfahren für mich vorwiegend Sport – dann bin ich meistens mit dem Mountain Bike unterwegs. Im Alltag ist das Radeln hingegen eine bunte Mischung: Abschalten auf dem Nachhauseweg, mein eigener Beitrag zu möglichst wenig Straßenlärm und sonstiger verkehrsbedingter Umweltbelastung, sowie die Möglichkeit zu Kontakt mit den Menschen und der Natur meiner Umgebung. Vielleicht ist es die Vielfalt, die mich beinahe täglich 5 Kilometer zur Arbeit auf das Rad treibt. Nur sehr selten ist das Wetter so abschreckend, dass ich mit Kollegen oder dem eigenen Wagen zwischen Wiesloch und Walldorf unterwegs bin. Überwindung ist nie nötig, denn ich bin das Radeln bei Wind und Wetter seit meiner Kindheit gewohnt.
Außerdem gilt es täglich die Dinge am Wegesrand zu entdecken. Einer meiner persönlichen Favoriten: der Reiher am Leimbach kurz hinter der Einmündung der Martin-Luther-Straße in die Schwetzinger Straße. Ich habe ihn übrigens Rudi genannt. Einfach Rudi angucken und ein wenig fröhlicher sein.
Auch gut: verstohlen mit Kindheitserinnerungen zur Erntezeit auf die Apfelbäume an der Wieslocher Straße kurz vor Walldorf schielen.

Apropos Wieslocher Straße: da fahren mir einige Autos zwischen Hoschket-Kreisel und Bahnhof zu schnell. Die erlaubten 70 Stundenkilometer scheinen manchen zu überfordern. Weil der Radweg so dicht an der Fahrbahn ist, erschrecke ich doch ab und an.

Das tägliche Radfahren liefert mir übrigens die Voraussetzung, auch im Urlaub interessante Erlebnisse auf Radtouren genießen zu können, ohne vorher trainieren oder im Urlaub fehlende Kondition beklagen zu müssen. Ein sehr schönes Erlebnis hatten mein Mann und ich im „Veloland Schweiz“, wo wir den Radweg Bodensee in Richtung Rheinquelle fuhren. Als wir, vom Regen vollkommen ausgekühlt, endlich eine Unterkunft am Vierwaldstättersee gefunden haben, konnte unser Pensionswirt nicht anders als uns am Abend persönlich mit seinem Wagen durch den andauernden Regen an seinem Lieblingsrestaurant abzusetzen – und uns so einen vermutlich nirgendwo verzeichneten Geheimtipp geben.

Fünf junge Dielheimer sind die move-Radler des Monats April
Jeden Morgen um 7.20 Uhr treffen sich Niklas Kießling, Jannik Rehberger, Jan Haentjes, Nils Kyek und Jeremy Stadter am Dielheimer Kreisel Richtung Wiesloch, um gemeinsam zum Ottheinrich-Gymnasium zu fahren. Seit der 6. Klasse machen die Siebtklässler das, von März bis November, bei fast jedem Wetter. „Wir erzählen uns, was wir am Wochenende gemacht haben, oder, auf dem Rückweg, wie die Schule war, das macht einfach Spaß.“ Außer einem selbstverschuldeten kleinen Unfall auf dem Radweg bei der Jugendarrestanstalt – die Lenker hatten sich verkeilt – gab es eigentlich keine Probleme, wenn man davon absieht, dass sie manchmal schon ganz schön aufpassen müssen, weil immer wieder Autofahrer noch bei Rot über die Ampel rauschen. Selbstkritisch geben sie zu, dass sie auch schon „Mist gebaut“ haben. Ein LKW-Fahrer musste bremsen, weil einer von ihnen einen leicht provozierenden Schlenker machte… und schrie sie verständlicherweise heftig an. Den Täter wollen wir hier aber nicht preisgeben!
Die meisten der fünf Jugendlichen fahren auch in der Freizeit viel mit dem Rad, sei es Rennrad oder Mountain-Bike.

Das MAXX-Ticket ist für sie unwirtschaftlich, es wird teilweise durch Einzelfahrkarten ersetzt. Im Winter bilden die Eltern zwei Fahrgemeinschaften, die gut organisiert sind, jede Familie fährt ein bis zweimal in der Woche.

Fast das Schönste für unsere fünf „Radler des Monats“: Auf dem Rückweg einen Abstecher zur Eisdiele zu machen! Eine Gewohnheit, die sie pflegen…

Quelle Wieslocher Woche 8. Juni 2009