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„Smart move“ bei Jugendlichen-Wettbewerb First Lego League

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„Smart move“ bei Jugendlichen-Wettbewerb First Lego League

12. November 2009

Im Jugendlichen-Wettbewerb First Lego League geht es 2009 um „Smart move“. Über die Arbeit einer Gruppe berichtet die RNZ am 12.11.09.

Der Wettbewerb beschäftigt die ganze Familie
Am Samstag, 14. November, findet die First-Lego-League-Regionalausscheidung in St. Leon-Rot statt

und fiebern dem kommenden Samstag, 14. November, entgegen: die sechs Jugendlichen vom Team „SAPway“, das am Wettbewerb der „First Lego League“ (FLL) in Rot teilnimmt. Angelina Stross, Hannah Ringel, Lara und Janis Prinz, Thea Herde und Franziska Keitel kommen aus Dielheim und sind zwischen 14 und 16 Jahre alt.

Einige von ihnen haben schon mehrere Male am FLL-Wettbewerb teilgenommen und immer viel Spaß gehabt. Beim Wettbewerb geht es zum einen darum, einen Lego-Roboter zu konstruieren und darauf zu programmieren, bestimmte Aufgaben auf einem kniffligen Parcours innerhalb von 2:30 Minuten zu erledigen. Außerdem haben die Jugendlichen einen Forschungsauftrag erhalten, diesmal zum Thema „Smart Move“. Betreut werden sie von „Coach“ Raymond Meiners, er ist Programmierer und „schon ewig Lego-Fan“. Die Jugendlichen sind seine Nachbarn.

Der Roboter des Teams war anfangs nur ein Chassis, das fahren kann und über drei Sensoren verfügt. Einer reagiert auf Licht, sodass der Roboter etwa einer gezogenen Linie folgen kann. Der andere auf Berührung, damit der Roboter nicht stur gegen ein Hindernis fährt. Der dritte misst die Entfernung anhand der Umdrehungen der Räder, so kann man dem Roboter Strecken einer bestimmten Länge einprogrammieren. Der Roboter wurde für den Wettbewerb mit speziellen Werkzeugen aufgerüstet. Die Programmierung war ein komplexes Problem für die Jugendlichen, stets können Fehler passieren, wenn man den Roboter allein loslegen lässt. Die Frage war: Auf Nummer sicher gehen? Das kostet Zeit, weil der Roboter dann immer wieder zur „Basis“ zurückkehrt, dem einzigen Ort im Parcours, an dem die Jugendlichen am Roboter arbeiten dürfen. Man müsse mehrere Aufgaben kombiniert lösen, erläuterte Hannah. Andererseits könne man damit das Programm „überladen“, dann werde es störungsanfällig.

Nur ein Teil der Gruppe ist für die Programmierung zuständig, die anderen befassen sich mit dem Forschungsauftrag: Fünf Minuten haben sie für die Präsentation, und in der Zeit müssen die Argumente prägnant und überzeugend vorgebracht werden. Ausgehend vom „Lebensraum Dielheim“ machten die Jugendlichen sich Gedanken über das Fortbewegungsmittel Auto, über Staus, Unfälle, und Spritkosten. Dielheimer pendeln zu SAP, MLP oder Heidelberger Druckmaschinen, eine Möglichkeit, effizienter fortzukommen, seien Fahrgemeinschaften, überlegt das Team. In Dielheim sei auch eine Umgehungsstraße angedacht. Die Gruppe beschäftigte sich auch mit der Logistik von Warentransporten, etwa damit, woher die Kaffeebohnen kommen. Meiners hat beobachtet, dass „Lego-League“ auch stressig für die Familien der Jugendlichen werden kann. Die Jugendlichen seien intensiver darin verwickelt als in viele Schulthemen und forderten von den Eltern, sich auch Gedanken zu machen. Angelina erzählte, dass sie ihre Eltern eingespannt habe, um Nachrichten zu schauen oder Zeitung zu lesen. „Sechs Augen sehen besser als zwei“, pflichtete Hannah ihr bei. Raymond Meiners gefällt an FLL, dass die Jugendlichen lernen, im Team zu arbeiten, in guten oder schlechten Phasen. „Bei uns überwiegen die guten“, warf Angelina ein.

Der Lego-League-Wettbewerb wird eine spannende Herausforderung, auf die sich Angelina Stross, Hannah Ringel, Lara Prinz und Thea Herde vom Team „SAPway“ sowie „Coach“ Raymond Meiners (v.li.) freuen. Foto: Pfeifer

Der Lego-League-Wettbewerb wird eine spannende Herausforderung, auf die sich Angelina Stross, Hannah Ringel, Lara Prinz und Thea Herde vom Team „SAPway“ sowie „Coach“ Raymond Meiners (v.li.) freuen. Foto: Pfeifer