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Schul-„Weg als Wert“

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Schul-„Weg als Wert“

23. November 2009

Im Walldorfer fand eine interessante pädagogische Aktion statt: Schul-„Weg als Wert“. Den Bericht der MitarbeiterInnen und einige Fotos finden Sie hier.

„Weg als Wert“
Ein Schulweg-Projekt der Zipfelmützen Hortkinder in Walldorf

Die Zipfelmützen Hortkinder haben im Rahmen der diesjährigen Herbstferienbetreuung als Schwerpunkt über eine ganze Woche das Thema „Weg als Wert“ behandelt. Im Vorfeld wurde die Projektidee in Zusammenarbeit mit dem move-Projektleiter Wolfgang Widder ausgearbeitet, über dessen Unterstützung wir uns recht herzlich bedanken möchten.

Mit dem move-Projekt (Mobilität wahren – Verkehr sparen) wollten wir das Bewusstsein der Kinder, aber auch das der Eltern, für nachhaltiges Möbilitätshandeln fördern. Das heißt mehr Menschen zum Laufen, Rad fahren, zur Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und zur Bildung von Fahrgemeinschaften bewegen, sowie alles, was damit verwandt ist, unterstützen. Auch wenn bereits etliche Zipfelmützen-Kinder und deren Eltern zu Fuß, bzw. mit dem Rad unterwegs sind, kann es auch hier noch Verbesserungen geben.

Ziel war es, den Kindern besonders den Wert ihrer Schulwegerfahrungen bewusst zu machen. Dazu untersuchten die Kinder zunächst am 1. Und 2. Tag ihre eigenen „Mobilitätsgewohnheiten“ . Sie liefen die Schulwege zur Wald- und Schillerschule ab und dabei durfte jeder in seinen eigenen Stadtplan die Straßennamen, Gefahrenpunkte, „Attraktionen“ oder andere interessante Dinge einzeichnen. Anschließend wurden die Ergebnisse gemeinsam in einen großen Stadtplan eingezeichnet. Am 3. Tag machten sich die Kinder auf den Weg, um diese besonderen Stellen mit der Kamera festzuhalten. Weiterhin wurden an dem Tag die Schritte mit Schrittzählern und auch Strichlisten festgehalten, was eine weitere spannende Erfahrung war. Am 4. Tag sind wir nun mit den Kindern ins Gespräch gekommen, was für sie Autofahren eigentlich bedeutet und haben gemeinsam überlegt, was es braucht, um mehr Rad zu fahren oder zu Fuß zu gehen. Dabei kamen ganz interessante Feststellungen zustande: Es ist zum Beispiel viel schöner und gemütlicher mit dem Zug zur Oma zu fahren, da man sich in dem Zuge bewegen, spielen und auch viel besser essen kann, als im Auto. Außerdem haben wir ein Experiment zur Farbwahrnehmung ausprobiert und dabei feststellen können, dass man im Dunkeln helle und leuchtende Farben viel besser erkennen kann, als dunkle Farben. Damit wurde den Kindern beispielsweise die Wichtigkeit des Tragens von Warnwesten und gut sichtbaren und farblich hellen Kleidungsstücken bewusst, was besonders jetzt im Herbst und Winter von großer Bedeutung ist. Am 5. Tag wurden die Projektergebnisse den Eltern im Hort präsentiert. Die Eltern wurden eingeladen, die Kinder zu Fuß abzuholen, damit die Kinder den Nachhauseweg zeigen konnten und auf die besonderen Stellen aufmerksam machen konnten, womit das Verständnis der Eltern für die täglichen Wege ihrer Kinder verbessert werden sollte.

Die Kinder haben täglich viele Erlebnisse auf ihren Wegen, welche diese so spannend machen. Wir konnten in der Projektwoche wieder einmal feststellen, dass die Wege sehr viel Raum für verschiedenste wertvolle Erfahrungen bieten – und sich damit etwas „bewegt“!

Ute Schnitter, Irina Trauter, Nina Felker, Thomas Stieger

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