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SAP und MVV fahren ab 2010 elektrisch

SAP und MVV fahren ab 2010 elektrisch

RNZ vom 17.9.2009

Walldorf/Mannheim. (rnz) Die Metropolregion Rhein-Neckar soll nach dem Willen des Softwarekonzerns SAP mit Stammsitz in Walldorf und des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie zu einer Modellregion für klimafreundliche Elektrofahrzeuge werden. Dies gaben die beiden Unternehmen jetzt bekannt. SAP und MVV Energie planen als erste Unternehmen, deutschlandweit Elektrofahrzeuge in ihre Fuhrparks aufzunehmen. „Green Fleet“ heißt ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Unternehmen, bei dem sie planen, bis zu 100 Elektrofahrzeuge fahren zu lassen. Der hierfür benötigte Strom wird komplett aus erneuerbaren Energien bereitgestellt, was eine weitestgehend CO2-freie Mobilität ermöglicht.

Der Ökostrom für die Fahrzeuge wird von der MVV geliefert, die auch die Infrastruktur zur Beladung der Fahrzeuge aufbaut. Teile des Strombedarfs sollen zu einem späteren Zeitpunkt auch direkt vor Ort in Photovoltaikanlagen erzeugt werden. Gesteuert wird der Einsatz der Fahrzeugflotte über einen von der SAP entwickelten Forschungsprototypen einer Flottenmanagementlösung. Dabei sollen neue Anforderungen bei der Unternehmensnutzung von Elektromobilität erforscht werden, etwa die Einbeziehung von Parametern wie Länge und Dauer der geplanten Fahrt, Reichweite der Fahrzeuge sowie Ladekapazitäten.

Der Aufbau der Fahrzeugflotte soll ab 2010 in mehreren Schritten erfolgen. Wie SAP und MVV im Vorfeld der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung IAA in Frankfurt mitteilten, ist „Green Fleet“ und damit die Metropolregion Rhein-Neckar eine von zwei Gewinnerregionen des vom Bundesumweltministerium ausgeschriebenen Wettbewerbs „Intelligente Netze, erneuerbare Energien und Elektromobilität“. Bis 2011 stehen dafür und für ein zweites Projekt im Landkreis Harz insgesamt rund zehn Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung.

Die Förderung ist nach Angaben des Bundesumweltministeriums Teil der Strategie, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität zu entwickeln. Mit der „Nationalen Strategiekonferenz Elektromobilität“ im November 2008 hat die Bundesregierung ein Signal für ein neues Mobilitätszeitalter mit umweltfreundlichen Antriebskonzepten gesetzt. Aus dem Konjunkturpaket II stellt die Bundesregierung 100 Millionen Euro zur Förderung anwendungsorientierter Forschung im Bereich Elektromobilität zur Verfügung. Ein Teil davon wird für den Förderschwerpunkt „Intelligente Netze, erneuerbare Energien und Elektromobilität“ verwendet.