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Radfahrerin des Monats Juni: Kristin Graff

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Radfahrerin des Monats Juni: Kristin Graff

14. Juni 2008

move-Presseinformation vom 14. Juni

Kristin Graff ist Inhaberin der Hessel Apotheke, die sie zusammen mit ihrem Mann leitet. Sie hat 3 Kinder, das vierte ist unterwegs. Ein Großteil aller Wege erledigt sie mit dem Fahrrad.

“Zur Geburt des ersten Kindes 1999 haben wir uns den Fahrradanhänger gewünscht“, sagt sie. “Einen Kinderwagen haben wir erst später angeschafft. Wir wohnten damals in München und haben vorher auch schon alles mit dem Rad gemacht. Das Radwegenetz in der Stadt und an der Isar entlang ist vorbildlich ausgebaut“.

Ein Auto haben sie erst nach dem Umzug 2002 nach Wiesloch angeschafft. Das steht die Woche über meist ungenutzt herum. Morgens fährt sie den Kleinen mit dem Fahrradanhänger von ihrem Haus in der Ebertstraße zur Kinderkrippe am Keitelberg. Danach geht es dann zur Arbeit in die Apotheke. Die Großen gehen zu Fuß in die benachbarte Schillerschule. Alle Aktivitäten der Kinder sind bewusst so geplant, dass sie nur in Wiesloch stattfinden und werden, genau wie alle Einkäufe, mit dem Fahrrad erledigt.

“Nur wenn ich in die Nachbarorte muss, nehme ich aus Zeitgründen das Auto. Dienstags habe ich die längsten Wege“, sagt sie, “da bringe ich den Großen zur Chorprobe in die Christusgemeinde, er fährt mit dem eigenen Rad und die anderen beiden sitzen im Hänger. Dann esse ich mit den Kleinen ein Eis in der Stadt, bevor wir ihn wieder abholen“. Es ist ihr wichtig, dass ihre Kinder schon frühzeitig lernen, dass das Auto in der Stadt nicht notwendig ist. Allerdings: “Radwege gibt es in Wiesloch ja kaum, ich nutze nur den von der omv Tankstelle bis zum Keitelberg“. Die alte Bahntrasse nach Dielheim und Horrenberg nutzt die Familie gerne am Wochenende, oder sie fahren mal durch die Weinberge nach Rauenberg, “aber das ist ja eigentlich kein Radweg“, sagt sie.

Als störend beim Radfahren auf der Straße empfindet sie die teils rücksichtslose und gefährdende Fahrweise einzelner Autofahrer. Nicht mal jetzt, wo man erkennen kann, dass sie schwanger ist, bleibt das aus. “Man wird beschimpft, bekommt auch schon mal den Vogel gezeigt. Manche reagieren mit Unverständnis darauf, wenn ich schnell mit dem Hänger durch Engpässe fahre“, die sie aufgrund der 10 jährigen Fahrpraxis mit Hänger gut einschätzen kann.

Kristin Graff genießt die frische Luft, die Bewegung und Fitness, die ihr das Radfahren gibt. “Man sitzt in einer erhöhten Position und hat so eine viel bessere Übersicht als im Auto. Man bekommt auch viel mehr mit, was um einen herum geschieht“.

Kristin Graff wünscht sich, dass ihre Kinder bald für ihren Schulweg in die weiterführenden Schulen einen sicheren Radweg bekommen und die Move Initiative zur Verbesserung der Aufmerksamkeit und Rücksicht zwischen Radlern und Autofahrern beiträgt.

Radfahrerin des Monats Juni: Kristin Graff

Für die move-Fahrradgruppe: Michael Schupp

Kontakt: Wolfgang Widder, Tel.: 06222 50144, info@move21.de