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Radfahrerin des Monats Juni: Anna Zak-Krumpholz

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Radfahrerin des Monats Juni: Anna Zak-Krumpholz

14. Juni 2010

Eine Briefträgerin aus Wiesloch ist Radlerin des Monats Juni: Anna Zak-Krumpholz. Näheres

„Ich denke gern an meine Jugendzeit zurück, als ich mit Freundinnen per Rad wunderschöne Ausflüge in meiner Heimat gemacht habe. An einem ausgesprochen warmen März-Tag erfreute uns zum Beispiel der Anblick von Eidechsen, die sich am warmen Gestein einer Schlossruine sonnten. Solche Beobachtungen in der Natur kann man vom Auto aus nie machen.“ Schon als Kind ist die 40jährige Anna Zak-Krumpholz Rad gefahren, zumal ihre Heimatregion in Nordpolen ausgesprochenes Flachland ist, vergleichbar mit Holland. Seit 1996 lebt sie in Wiesloch. Als Briefzustellerin bearbeitet die Liebhaberin (nicht nur) französischer Chansons und klassischer Musik halbtags den von der Deutschen Post zugewiesenen Bezirk, der hauptsächlich Altwiesloch umfasst.

Das Postfahrrad ist sonderausgestattet, weil es den Erfordernissen der Briefzustellung genügen muss. Es ist viel schwerer als die anderen Räder, denn es hat über dem Vorderrad eine Vorrichtung für das Beladen mit zwei großen Posttaschen und eine ebensolche Vorrichtung über dem Hinterrad für eine dritte Tasche. Eine solche Ausstattung erfordert auch besondere Sicherheitsvorkehrungen, wie stabile beidseitige Klappständer, damit das Gleichgewicht gewahrt ist, wenn man absteigt. Auch eine Feststellbremse gehört zu den Besonderheiten dieses Dienstfahrzeugs.

„Die Zustellpost für Wiesloch und Umgebung kommt aus Mannheim per LKW zu unserem Stützpunkt. Von dort fahre ich morgens mit einer Startmenge los. Die übrige Post hole ich mir an bestimmten Ablagestellen, die so angebracht sind, dass ich sie gut anfahren kann. Die Post befindet sich dort in Kisten, aus denen ich sie in die Posttaschen umlade,“ erzählt Anna Zak-Krumpholz. Sie findet ihren Arbeitsgeber sehr umweltfreundlich: „Die Post stattet uns z.B. mit E-Bikes aus für diejenigen Kollegen, die viele Steigungen überwinden müssen.“ Unsere Radlerin des Monats betreibt das Radfahren (wie das gelegentliche Volleyballspiel) aus Freude an Bewegung und „es dient der Erhaltung meiner Fitness. Dass ich gern Rad fahre und gern frische Luft genieße, war schließlich sogar mitentscheidend für meine Berufswahl.“ Auch privat schafft sie es auch ohne Auto gut, die notwendigen Besorgungen mit dem Fahrrad zu erledigen. „In den vierzehn Jahren, die ich hier lebe, gab es Verbesserungen. Ich habe feststellen können, dass neue Radfahrwege entstanden sind und dass die Anzahl der Fahrradständer zunimmt. Das Radfahren scheint an Popularität zu gewinnen.“

Radlerin des Monats Juni Anna Zak-Krumpholz

Radlerin des Monats Juni Anna Zak-Krumpholz