Gotthelf Kern ist 77 Jahre alt, wohnt in der Alten Heerstraße in Wiesloch und ist Mitglied der move-Fahrradgruppe. Trotz seines Alters ist er noch sehr fit und bestreitet alle Wege in Wiesloch zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Obwohl er sich selbst als unsportlich bezeichnet, fährt er beachtliche 700 bis 900 km im Monat!
Vielen Bürgern in Wiesloch ist Herr Kern zumindest vom Sehen her bekannt, denn mit seinem Sesselrad („Liegerad wäre nicht die richtige Bezeichnung“) ist er alles andere als ein unauffälliger Verkehrsteilnehmer.
Das Sesselrad, mit dem Herr Kern auf dem Bild zu sehen ist, hat er übrigens selbst zusammengebaut. Ebenso wie etwa zehn weitere ungewöhnliche Fahrräder, darunter ein Hochrad, eine Kombination aus Einrad und Fahrrad und natürlich einige weitere Sesselräder – mit und ohne Seitenwagen! Herr Kern selbst bezeichnet sich als Hobby-Fahrradbauer. Das Wort „Bastler“ gefällt ihm nicht. Als Material verwendet er alte, ausrangierte Fahrräder und altes, gebrauchtes Material vom Sperrmüll. Dies ergänzt er durch neues Material, damit die Fahrräder auch wirklich sicher und verkehrstauglich sind.
Als Hauptbeweggrund fürs Fahrradfahren gibt Herrn Kern ökologische Gründe an. „Die Lebensgrundlage für uns und unsere nächsten Generationen muss erhalten bleiben. Dies sollten wir in unseren Köpfen umsetzen! Um das Radfahren attraktiver zu machen gilt es, ein fahrradfreundliches (kommunales und überregionales ) Klima zu schaffen: eine Atmosphäre der gegenseitigen Rücksichtnahme, die das tägliche Miteinander im Straßenverkehr erleichtert und reizvoll macht. Diese könnte die Bevölkerung geradezu auffordern, sich mit dem umweltfreundlichen Verkehrsmittel Fahrrad zu bewegen. Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten!“ Wer mehr dazu lesen möchte, der findet interessante Anregungen im Artikel “Warum Fahrradfahren?” von Gotthelf Kern, der im Dielheimer Mitteilungsblatt am 13.6.08 erschien. Zu lesen ist der Text auch auf unserer Homepage (http://move21.de/warum-fahrradfahren/).
Herr Kern ist ein sehr kommunikativer und hilfsbereiter Mensch. Wenn er mit seinem Fahrrad unterwegs ist spricht er gerne Leute an, von denen er den Eindruck hat, dass sie Schwierigkeiten mit ihrem Fahrrad haben. Auf diese Weise macht er oft interessante Erfahrungen. Eine nette Geschichte erlebte er einmal auf dem Weg nach Heidelberg. Er beobachtete einen älteren Mann, der auf einem Feldweg sein Fahrrad schob. Nach einem kurzen, fachkundigen Blick konnte Herr Kern keine offensichtliche Panne an dem Fahrrad entdecken. Also sprach er den Mann an und erkundigte sich, ob er ihm helfen könne. „Nein, vielen Dank!“ erwiderte der Mann, „es ist nur so: mein Arzt hat mir empfohlen viel zu Fuß zu gehen. Aber wie soll ich ihm denn meine gelaufene Strecke ohne Fahrradtacho nachweisen?“
Wozu ein Fahrrad doch alles gut sein kann …
für die move-Fahrradgruppe: Hannes Klein
Am 4. und 5. Mai gibt es in Altwiesloch bei der Klasse 9d der Realschule, die sich damit ihre Abschluss-Klassenfahrt verdient (s. Bild). Für 4,50 Euro sind Sie dabei!
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Bilder von den move-Aktivitäten bei den Nachhaltigkeitstagen und das Programm.
Wer sich über den „Laufenden Schulbus“, das Ruftaxi, die Bahncard 100 oder neue Elektroräder informieren will, vielleicht auch neugierig ist, was sich hinter „flinc“ oder „matchrider“, „Chainglider“, „Lyrics-Rollern“ oder dem „iMiEV“ verbirgt, sollte am 20. und 21. April zur Volksbank kommen.
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“Frühling ist Fahrradzeit” ist der Titel eines informativen Textes von move-Mitgründerin Dr. Brigitta Martens-Aly. weiterlesen