Bild_kopf
„Öfter mal abschalten!“ lohnt sich

„Öfter mal abschalten!“ lohnt sich

move-Mitstreiterin Conny Emegwele hat einen Leserbrief zur Kampagne „öfter mal abschalten!“ geschrieben.

RNZ Wiesloch
Leserbrief

„Öfter mal abschalten!“ lohnt sich
Als ich neulich die kleinen Faltblätter der neuen move-Aktion an der Ampel in der Bahnhofstraße an Autofahrer verteilte, wurde mir nach wenigen Minuten klar, wie sinnvoll diese Aktion ist, die Fahrer zum Abschalten des Motors bei roter Ampel aufzufordern: nämlich am Gestank. Nach einer Stunde fühlte ich mich fast ein wenig vergiftet! Das macht man sich am Steuer sonst gar nicht so bewusst, was vor allem den Radlern und Fußgängern um einen herum – und den Anwohnern – zugemutet wird.

Und es ist ja wirklich etwas, was jeder mit ein bisschen Übung und Umsicht lernen kann. Da können wir alle einen Beitrag leisten. Und sogar noch Geld sparen, Benzingeld. Dass es auch noch fürs Klima etwas bringt, interessiert vielleicht nicht jeden, aber es ist doch gut für uns alle hier in der Stadt! Ein bisschen mehr Lebensqualität. Der Handwerker, der mir erzählte, dass er es seit einigen Tagen öfter praktiziert und gut findet, manche, die gleich den Motor abstellen – das gleicht aus, dass andere nichts davon wissen wollen und wieder andere meinen, es würde nichts bringen.

Natürlich ist es gar nicht so leicht: Ich merke es an mir selbst, vergesse es immer mal wieder. Aber vielleicht bringt die Aktion uns doch zum Umdenken. Ich habe zum Beispiel auch erst jetzt richtig gemerkt, WIE lange auch hier in unserer Stadt die Ampeln auf Rot stehen: oft 50, 60, 70, 80 Sekunden. Da kommt allerhand benzinfressender Leerlauf und Gestank zusammen!

Conny Emegwele, Wiesloch

veröffentlicht in der RNZ am 28. Mai 2010