“move will eine Million Autokilometer sparen”, so ist der Artikel in der heutigen RNZ betitelt, der auch die Kooperation mit den wiewa.med-Ärzten darstellt.
Move will “eine Million Autokilometer” sparen
Am Sonntag startete die Verkehrsinitiative ihre neue Kampagne „Wir sparen eine Million“
Wiesloch. (oé) Die Verkehrsinitiative „Move“ hat sich für dieses und das kommende Jahr ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Sie will Bürger aus Wiesloch und den Nachbargemeinden dazu bringen, bis Ende 2010 „eine Million Autokilometer“ zu sparen. „Das ist schon ganz schön anspruchsvoll“, meint Move-Projektleiter Wolfgang Widder. „Ungefähr 2000 Leute“ müssten seiner Schätzung nach mitmachen, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Jetzt haben er und Wieslochs OB Franz Schaidhammer den Startschuss für das Projekt gegeben. Wie schon im vergangenen Jahr will „Move“ mit der neuen Kampagne erreichen, dass „die Menschen ihre Mobilitäts-Gewohnheiten überdenken“, erläutert Widder.
Dabei kann jeder Verkehrsteilnehmer ganz individuell entscheiden, wie er Autokilometer sparen will: Sei es, dass er mit Gleichgesinnten Fahrgemeinschaften bildet; dass er regelmäßig einmal die Woche mit dem Bus zur Arbeit fährt; oder dass er für kürzere Strecken öfter zu Fuß geht oder mit dem Rad fährt. Auch einmalige Sparbeiträge sind möglich – etwa die Urlaubsreise mit der Bahn. Welche „Sparmaßnahmen“ jemand ergreifen will, kann er selbst in einem Teilnahme-Formular festlegen, das sich auf der Internet-Seite der Verkehrsinitiative findet (www.move21.de/wirspareneinemillion), das es aber auch in gedruckter Form gibt (die Teilnahmekarten kann man in Rathäusern und Ortsverwaltungen, aber auch bei den Sparkassen als den Hauptsponsoren in den Briefkasten werfen). Im Durchschnitt, so weiß Wolfgang Widder, fahren die allermeisten von uns rund 12 000 Kilometer pro Jahr mit dem Auto. Würde jeder nur fünf Prozent davon einsparen, wären das immerhin etwa 600 Kilometer im Jahr oder 100 Kilogramm CO2weniger. Aber der Beitrag für den Klimaschutz ist nur ein Aspekt der Kampagne.
Mindestens genauso wichtig ist Wolfgang Widder der Gewinn an Lebensqualität für jedermann: Wer mehr zu Fuß geht, Bus oder Bahn benutzt und mit dem Rad fährt, der schont nicht nur seinen Geldbeutel, sondern tut auch etwas für seine Gesundheit – und er entlastet seine Umwelt und damit seine Mitmenschen. Weniger Autofahrten bedeuten „weniger Lärm, weniger Unfallgefahren, weniger Abgase und weniger Stress“, hebt die Verkehrsinitiative hervor. Die Ortsdurchfahrt von Altwiesloch ist für Wolfgang Widder das beste Beispiel dafür, wie viel zusätzliche Lebensqualität schon kleine Veränderungen im Verkehrsverhalten bringen können.
Deshalb hofft der Move-Projektleiter auf eine rege Teilnahme an der neuen Kampagne. Mitmachen kann übrigens jeder aus Wiesloch und den Umlandgemeinden, der sein zwölftes Lebensjahr vollendet hat. Auf die Teilnehmer warten auch viele attraktive Preise, die von zahlreichen Sponsoren gestiftet wurden und in mehreren Verlosungen verteilt werden. Dass mehr Bewegung zu Fuß und auf dem Rad der Gesundheit nutzt, wurde bereits erwähnt. Das ist auch der Grund, warum die Verkehrsinitiative Move und die Gesundheitsinitiative „wiewa.med“ an einem Strang ziehen. Beide Organisationen dokumentierten diese Zusammenarbeit, indem beim verkaufsoffenen Sonntag Wieslocher Ärzte am Info-Stand von „Move“ symbolische Rezepte verteilten, die flotte Fußmärsche von 30 Minuten Dauer und fünfmal die Woche 20-minütige Radtouren verordneten. Wolfgang Widder ist sich jedenfalls sicher: „Verkehr sparen“ trägt auch zu einem „gesunden Wiesloch/Walldorf“ bei.
Quelle: RNZ vom 3.04.2009
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