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Move-Radler des Monats im Mai und Juni: Josef Schildhorn und Heribert Ramroth

Move-Radler des Monats im Mai und Juni: Josef Schildhorn und Heribert Ramroth

Die heutige Wieslocher Woche (24. Juni 09) berichtet über die beiden move-Radler der Monate Mai und Juni und über die Aktion von Wieslochcard und move zugunsten der Radfahrenden Kunden.

83 Jahre ist Josef Schildhorn alt – und noch täglich fährt der Mann aus Frauenweiler seine Touren mit dem Mountain Bike, „wenn es trocken ist. Aber auch im Winter, solange es keinen Frost gibt“. In der Regel kommen da so zwanzig bis dreißig Kilometer zusammen, einmal in der Woche gibt es eine größere Tour, um die 100 Kilometer, meist im Kraichgau. Ein Neffe aus Leimen hat ihn vor rund drei Jahrzehnten zum Radfahren gebracht. Lange Jahre fuhr Josef Schildhorn Rennrad. Seit einigen Jahren ist er mit seinem schönen Mountain Bike auf den Radwegen der Umgebung unterwegs. „Erst mit dem Rad habe ich unsere Gegend wirklich kennen gelernt!“

Mit dem Rennrad, erinnert er sich, gab es auch einige verrückte Touren: „Einmal fuhr ich mit einem Kameraden dreimal hintereinander von Heidelberg auf den Königstuhl hinauf!“

Auch bei der „Tour de Ländle“ fuhr er mehrmals mit und hatte viel Spaß. Aber meist fährt er alleine. Freilich: Am Vatertag war auch er in einer Männergruppe unterwegs.
Schildhorn, der früher bei SIEMENS in Bruchsal im Werkzeugbau arbeitete, hat noch ein anderes Hobby: Er malt. Eine große Defregger-Kopie hängt im Wohnzimmer. Seine Spezialität sind Porträts nach Fotos. Schon seit 60 Jahren ist das ein wesentlicher Bereich seines Lebens. Seine Aufträge erhält er aus ganz Deutschland.
Der erstaunlich fitte Senior fährt auch noch Auto. „Aber die kleineren Einkäufe erledige ich selbstverständlich mit dem Rad“.

Heribert Ramroth aus Horrenberg kombiniert auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz an der Heidelberger Universität das Rad – von Horrenberg zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf – mit dem Zug von Wiesloch nach Heidelberg. Er genießt dabei vor allem den schönen Radweg zwischen Horrenberg und dem Wieslocher Palatin. „Ich bin aber derzeit auch ein Schönwetterfahrer, d.h. wenn’s mir zuviel regnet, fahre ich mit dem Auto nach Meckesheim, von dort dann mit dem Zug nach Heidelberg“.
Radfahren ist ihm Ausgleich zum Job, ökologische Alternative zum Auto und auch ein schnelles Fortbewegungsmittel, das übrigens seine beiden Kinder schon so verinnerlicht haben. Und es freut ihn immer wieder das Alltägliche: man muss auf dem Rad oft mit Fußgängern und anderen Radfahrern kommunizieren bzw. sich arrangieren, meist nur durch Blickkontakt oder Zuruf. Ein Lächeln oder Lachen ist dabei ein schöner Tagesauftakt.

„Wirklich lustig: Ich fuhr mal mit zwei Rädern vom Neuenheimer Feld in HD zum Bahnhof. Dabei überholte ich eine Fußgängerin, die es auch ziemlich eilig Richtung Bahnhof hatte. Ich bot ihr für die Strecke mein zweites Rad an, was sie dankbar annahm, da sie ihren Zug zu Fuß nicht mehr rechtzeitig erreicht hätte“.
Seine Frau, die in Heidelberg auch mit dem Rad fährt, war am Vortag
nur eine Richtung mit dem Rad unterwegs, welches dann auf dem Uni-Gelände
stand, am nächsten Tag aber am Bahnhof gebraucht wurde. So nahm er es
abends einfach mit.

Auch als junger Mensch ist Heribert Ramroth schon geradelt, im Sommer auf dem Weg zur Schule. Das waren immer etwa fünf Kilometer.

Wer Vorschläge für „Radler des Monats“ hat, wende sich an den move-Projektleiter Wolfgang Widder, Tel.: 06222 50144.

Hinweis: Eine Reihe von Kindern, die beim move-Schneckenrennen am 21.6. mitgefahren sind, haben ihre Urkunden nicht abgeholt. Bis zum Beginn der Ferien können sie beim Kinder- und Jugendbüro abgeholt werden!