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move-Newsletter Nr. 91 vom 19. September 2019

move-Newsletter Nr. 91 vom 19. September 2019

Liebe move-Interessierte,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:

  1. Ein Fahrradparkhaus für die Wieslocher Altstadt?
  2. Durch move-erreichte Verbesserungen
  3. Zu Fuß zur Merianschule
  4. Neue Messwerte für Altwiesloch
  5. Lieferverkehr bald per Lastenrad?
  6. Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung Heidelberg-Bruchsal

  1. Ein Fahrradparkhaus für die Wieslocher Altstadt?

Die Stadt Wiesloch möchte den Radverkehr fördern. Hochwertige Fahrräder, zunehmend auch mit Elektroantrieb, sind in vielen Fällen auch für Pendlerinnen und Pendler eine attraktive Alternative zum Auto. Gerade in der Altstadt gibt es aber nur wenige Möglichkeiten, Fahrräder sicher und witterungsgeschützt abzustellen. Die Stadtverwaltung möchte daher in der Wieslocher Altstadt sichere überdachte Radabstellmöglichkeiten für Dauernutzer /innen einrichten. Menschen, die in der Altstadt wohnen oder arbeiten, sollen so ermuntert werden, für regelmäßige Fahrten vom Auto auf’s Fahrrad umzusteigen. Um den konkreten Bedarf besser abschätzen zu können, führt move in den nächsten Wochen eine entsprechende Umfrage durch. Die Umfragekarten werden an alle Privathaushalte und Arbeitgeber in der Altstadt verteilt. Wir hoffen auf eine rege Beteiligung, um den Bedarf an Dauerabstellplätzen realistisch einschätzen zu können. Details unter http://move21.de/ein-fahrradparkhaus-fuer-die-wieslocher-altstadt/  

  1. Durch move-erreichte Verbesserungen
  • An der Haltestelle Ringstraße fahren jetzt alle Anschlussbusse Richtung S-Bahn (zur Minute .12/.42) einheitlich von Bussteig A ab. Auf Anregung von move hält seit Kurzem auch die Linie 709 samstags hier (statt neben der Sparkasse) – versäumte Busse, weil Fahrgäste an der falschen Haltestelle warten, dürften damit endlich der Vergangenheit angehören.
  • Die Durchfahrt von der Johann-Philipp Bronner-Straße zum Häuseläcker ist sehr schmal – der Gehweg diente bisher häufig als Fahrbahnverbreiterung. Auf Anregung von move hat die Stadtverwaltung hier jetzt Abhilfe geschaffen (http://move21.de/gehweg-gegen/) – der Schulweg zur Merianschule ist so ein bisschen sicherer geworden.

 

  1. Zu Fuß zur Merianschule

Warum bringen Sie Ihr Kind heute mit dem Auto zur Schule? Gemeinsam mit Elternvertretern hat move morgens zu Schulbeginn Elterntaxifahrerinnen und –fahrer befragt und über mögliche Alternativen informiert. Die Aktion war Teil der Mobilitätswoche an der Sibylla-Maria-Merian-Grundschule, die sich dieses Jahr zum ersten Mal an der bundesweiten Aktion „Zu Fuß zur Schule und zum Kindergarten“ (https://www.zu-fuss-zur-schule.de/) beteiligt hat. Eindrücke und Details s. http://move21.de/zu-fuss-zur-merianschule/.  

  1. Neue Messwerte für Altwiesloch

Die baden-württembergische Landesanstalt für Umwelt (LUBW) hat aktualisierte Stickstoffdioxid-Messergebnisse für die Baiertaler Straße in Altwiesloch veröffentlicht. Im ersten Halbjahr (Januar bis Juni) wurden durchschnittlich 36 µg NO?/m³ gemessen Der Rückgang gegenüber dem ersten Quartal (Januar bis März: 41 µg NO?/m³) ist nicht überraschend, weil Sonnenlicht NO? abbaut und im Sommer die Sonne länger scheint. Die Sonder-Messstelle wird bis Ende des Jahres weiter betrieben, um einen amtlichen Jahresdurchschnittswert zu ermitteln, der gesetzliche Grenzwert beträgt 40 µg NO?/m³. Zum Vergleich. Die permanente Messung ergab 2018 für Wiesloch eine Hintergrundbelastung von 16 40 µg NO?/m³ im Jahresdurchschnitt. Eine Übersicht über das gesamte Sondermessprogramm der LUBW findet sich unter https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/documents/10184/544208/Ergebnisse+Stand+01.07.2019_Verkehrsnahe+Sondermessungen_2019.pdf.  

  1. Lieferverkehr bald per Lastenrad?

Der Verein Stadtmarketing Wiesloch plant die Anschaffung eines Elektro-Lastenrads für die Nutzung im Lieferverkehr. Derzeit läuft die Suche nach einem geeigneten zentrumsnahen Standort mit Stromanschluss.  

  1. Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung Heidelberg-Bruchsal

Bereits seit Mitte Juli liegt das Ergebnis der Machbarkeitsstudie für die Radschnellverbindung Heidelberg-Bruchsal vor. Die vorgeschlagene Trasse („Vorzugsvariante“) führt von Heidelberg westlich der Bahnlinie durch Kirchheim an Sandhausen vorbei bis zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf. Weiter geht’s östlich der Bahnlinie vorbei an Frauenweiler und dann erneut westlich der Bahnlinie vorbei an St-Leon-Rot und Bad Schönborn bis nach Bruchsal. Das Planungsbüro empfiehlt aber, nur den Abschnitt zwischen Heidelberg und Wiesloch-Walldorf auszubauen, weil im weiteren Verlauf Richtung Bruchsal zu wenig Potenzial besteht, zusätzlich Verkehr vom Auto auf’s Rad zu verlagern. Um hohe Kosten und großen Flächenbedarf zu vermeiden, verzichtet die Machbarkeitsstudie weitestgehend auf  neue Brücken und Unterführungen. Stattdessen soll der Radverkehr über bestehende Bauwerke geführt werden. Für die 14,5 km lange Trasse ergeben sich so Baukosten von 6,2 Mio €, dafür ließen sich knapp 16.000 pro Tag gefahrene Kilometer vom Auto auf’s Fahrrad verlagern. Jetzt sind die Verantwortlichen in den betreffenden Gemeinden und im Landkreis gefordert, damit aus der Studie möglichst schnell konkrete Radverkehrsverbindungen werden. Und dann stellt sich noch die Frage, wie die Wieslocher Innenstadt sinnvoll an die neue Fahrradtrasse Richtung Heidelberg angebunden werden könnte. Die vollständigen Unterlagen zur Machbarkeitsstudie finden sich unter https://www.m-r-n.com/was-wir-tun/themen-und-projekte/projekte/radschnellwege.   Herzliche Grüße von Ihren move-Sprechern Wolfgang Widder und Manfred Stindl