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move-Newsletter Nr. 90 vom 5. Juli 2019

move-Newsletter Nr. 90 vom 5. Juli 2019

Liebe move-Interessierte,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:

  1. Radfahren in der Fußgängerzone?
  2. Beteiligungsverfahren zum Mobilitätspakt Walldorf-Wiesloch
  3. Geänderte Buslinienführung zum Stadtfest
  4. Bahn-Beeinträchtigungen Richtung Bruchsal in den Sommerferien
  5. „Dicke Luft“ in Altwiesloch
  6. Wieder ein e-Carsharing-Auto in Wiesloch
  7. Straßenbauamt beweist Herz für Radfahrende

  1. Radfahren in der Fußgängerzone?

Die Frage, ob Radfahren in der Fußgängerzone erlaubt werden soll, wird in Wiesloch immer wieder heftig diskutiert. Aus Sicht der move-Radgruppe stellt sich die Frage etwas anders: Welche Trasse soll den Radverkehr durch die Innenstadt in Nord-Süd-Richtung aufnehmen? Bei einer Radexkursion anlässlich des Stadtradelns erkundete die Gruppe fünf verschiedene Streckenvarianten. Das Fazit nach der abschließenden ausführlichen Diskussion: Die Fußgängerzone sollte zwischen Leimbach und Adenauerplatz ganztägig für den Radverkehr freigegeben werden (http://move21.de/radexkursion-durch-die-innenstadt/).

Diese Strecke wird auch jetzt bereits ganztägig als Hauptradverbindung genutzt. Das ergab eine ebenfalls durch die move-Radgruppe durchgeführte Zählung. An einem normalen Werktag Ende Mai wurden dabei alle in der Unteren Hauptstraße (Fußgängerzone) fahrenden und geschobenen Fahrräder erfasst. Innerhalb von 12 Stunden (7 bis 19 Uhr) wurden 669 fahrende (plus 183 geschobene) Räder gezählt, davon über 400 in der „verbotenen“ Zeit nach 11 Uhr. Überraschende Erkenntnis: Der Radverkehr war mit ca. 50 Rädern pro Stunde fast den ganzen Tag gleich stark, nur zum Schulbeginn gegen 7.30 Uhr waren deutlich mehr, um die Mittagszeit gegen 12 Uhr spürbar weniger Räder unterwegs. Das Miteinander von Fußgängern und Radfahrern blieb übrigens zumindest an diesem Tag weitgehend konfliktfrei – die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer zeigten sich rücksichtsvoll. Details unter http://move21.de/mehr-als-400-fahrrad-rowdies-in-der-fussgaengerzone-pro-tag/.

  1. Beteiligungsverfahren zum Mobilitätspakt Walldorf-Wiesloch

Die Öffentlichkeit ist aufgerufen, am Mobilitätspakt Walldorf-Wiesloch mitzuwirken. Bis 31. Juli kann man unter https://mobipakt-wa-wi.de/ die zur Verbesserung der Verkehrssituation vorgeschlagenen Maßnahmen kommentieren und eigene Vorschläge ergänzen.

  1. Geänderte Buslinienführung zum Stadtfest

Wie üblich wird die Ringstraße beim Palatin während des Stadtfests gesperrt. Die Buslinien 702, 703, 707, 709 und 723 werden in beiden Richtungen umgeleitet durch die Tuchbleiche und fahren die Haltestelle Ringstraße nicht an. Richtung Bahnhof halten die Busse ersatzweise zusätzlich in der Güterstraße gegenüber der Stadtgalerie. An der Güterstraße ist auch die Umsteigestelle von/zur Buslinie 709 (Frauenweiler/PZN).

Die Linien 706 und 708 (von und nach Walldorf) fahren wie gewohnt.

  1. Bahn-Beeinträchtigungen Richtung Bruchsal in den Sommerferien

Vom 20. Juli bis zum 8. September wird die Bahnstrecke zwischen Wiesloch-Walldorf und Bruchsal saniert. Das führt in diesem Zeitraum zu einem stark eingeschränkten Bahnverkehr.

S-Bahn-Verkehr zwischen Wiesloch-Walldorf und Bruchsal

  • Mo-Fr 6 bis 22 Uhr:
    Die S-Bahn jeweils zur vollen Stunde verkehrt planmäßig bis/ab Karlsruhe (letzte Abfahrt in Wiesloch 21.11 Uhr, letzte Ankunft 22.00 Uhr), die S-Bahn nach Bruchsal jeweils zur halben Stunde fährt nur bis Rot-Malsch und teilweise mit abweichender Abfahrtzeit.
  • Nachts und am Wochenende (nach 22 Uhr, vor 6 Uhr und Sa/So ganztägig):
    Planmäßiger S-Bahn-Verkehr bis Rot-Malsch, Schienenersatzverkehr (Busse) zwischen Rot-Malsch und Bruchsal

Der S-Bahn-Verkehr zwischen Wiesloch-Walldorf und Heidelberg ist nur wenig betroffen und dies auch erst ab 4. August:

  • S-Bahn nach HD um 22.00 Uhr entfällt.
  • S-Bahn mit Abfahrt ín HD 22.23 Uhr nach Wiesloch-Walldorf entfällt.
  • Mo-Fr entfällt die S-Bahn um 5.21 Uhr nach HD und in Gegenrichtung die S-Bahn aus Heidelberg mit Ankunft 5.53 Uhr.

Die IC-/ICE-Züge entfallen (Umleitung über Mannheim), die RE-Züge von/nach Stuttgart ebenfalls (Verkehr nur zwischen Bruchsal und Stuttgart). Die RB-Züge von/nach Frankfurt verkehren planmäßig.

  1. „Dicke Luft“ in Altwiesloch

Ende 2017 hatte der SWR in Altwiesloch 63,4 Mikrogramm/m³ Stickstoffdioxid (NO?) gemessen. Eine move-Messung im Sommer an derselben Stelle ergab 40,9 µg/m³ NO?. Im Januar 2019 nahm die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) Altwiesloch in ein Sondermessprogramm für Stickstoffdioxid auf. Jetzt liegen die ersten Ergebnisse vor. Von Januar bis März lag der gemessene Durchschnittswert in Altwiesloch bei 41 µg/m³ NO?. Damit zählt Altwiesloch zu den 6 (von insgesamt 39 ) Messstellen, an denen ein Wert oberhalb des gesetzlichen Jahresmittelgrenzwerts von 40 µg/m³ NO?. gemessen wurde. Die LUBW verlängert die Messung an dieser Stelle daher bis Ende des Jahres, um einen verlässlich Jahresdurchschnittswert zu ermitteln. Die vollständige LUBW-Presseerklärung steht unter https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/-/lubw-prasentiert-sondermessung-.

  1. Wieder ein e-Carsharing-Auto in Wiesloch

Das Wieslocher e-Carsharing-Auto war zwischenzeitlich durch einen benzinbetriebenen Kleinwagen ersetzt worden, jetzt steht wieder ein elektrischer Renault Zoe von Stadtmobil in den Breitwiesen – zumindest solange, bis das Fahrzeug an einem Standort mit größerer Nachfrage benötigt wird.

  1. Straßenbauamt beweist Herz für Radfahrende

Im letzten move-Newsletter (http://move21.de/move-newsletter-nr-89-vom-2-juni-2019/) berichteten wir über die Fahrrad-Ampel im Industriegebiet, die aus Sicherheitsgründen dauerrot bleibt und in Fahrtrichtung Westen sogar zum Absteigen zwingt. Im Nachgang bekam der VCD dazu folgende Auskunft: „Das Straßenbauamt hat die Lage bzw. die Erreichbarkeit der Anforderungstaster vor Ort überprüft. Den von Ihnen geschilderten Optimierungsbedarf hat das Straßenbauamt ebenfalls gesehen und die Optimierung der Erreichbarkeit der Taster für Radfahrende in Auftrag gegeben. Diese sollen zukünftig besser erreichbar sein.“
Mit anderen Worten: Man muss nach wie vor unnötigerweise anhalten, aber dabei zumindest nicht mehr absteigen. Wenn das nicht radfahr-freundlich ist …!

 

Herzliche Grüße von Ihren move-Sprechern

Wolfgang Widder und Manfred Stindl