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Move, neue Schritte im Verkehr

Move, neue Schritte im Verkehr

Auch in Mauer und Meckesheim, im „Amtsblatt Elsenztal“ fanden sich im Juni Informationen über move: Da nicht wenige Menschen aus dieser Gegend durch Altwiesloch fahren, wäre es wichtig, sie zu erreichen.
6. Juni 08

Move, neue Schritte im Verkehr

Von Anton Ottmann

Wer von Dielheim, Bammental oder Mauer Richtung Walldorf ins Industriegebiet oder auf die Autobahn fährt, muss durch das Nadelöhr in Alt-Wiesloch und steht dort in den Hauptverkehrszeiten im Stau. Das vom Land Baden-Württemberg und der Stadt Wiesloch finanzierte Projekt „move“ (Mobilität und Verkehr sparen) will mit einer Reihe von „weichen Maßnahmen“ das Verkehrsaufkommen, Lärm, Abgase und Feinstaub so vermindern, dass den Anwohnern ebenso wie den Verkehrsteilnehmern geholfen wird. Unter der Leitung des Wieslocher Diplompsychologen Wolfgang Widder wurden bereits Gruppen gebildet, die sich mit den Verkehrsproblemen in Wiesloch und Dielheim, den Schulen und großen Industriebetrieben beschäftigen.

Neben kleineren Maßnahmen, wie die Verbesserung des Nahverkehrs, der Optimierung der Schülerbeförderung, der Organisation von Abfahrtspunkten für gemeinsames Radfahren, gibt es drei große Projekte, an denen sich alle Verkehrsteilnehmer beteiligen können, die Alt-Wiesloch durchfahren. Dazu gehören auch die aus Bammental, Gauangelloch, Hoffenheim, Mauer, Meckesheim, Neckargemünd und Zuzenhausen.

Mit der Aktion „4 statt 5“ verpflichten sich die Verkehrsteilnehmer freiwillig, einmal pro Woche auf das Auto zu verzichten. Alternativen wie Fahrrad, Öffentlicher Nahverkehr oder Fahrgemeinschaften sind frei wählbar. Langfristiges Ziel ist es, das eigene Fahrverhalten auf umweltschonende und gleichzeitig preiswertere Alternativen zu überprüfen. Vierteljährlich werden unter den Teilnehmern attraktive Preise verlost.

Weiterhin wurde im Internet eine „Regionale Mitfahrzentrale“ eingerichtet. Die Mitfahrgelegenheiten können regelmäßig oder einmalig sein, die Strecken in der Nähe liegen oder beliebig weit weg. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Das wichtigste und in der Ausgestaltung einmalige Angebot ist die „Zusteiger-Mitnahme“. Wahrend beim Trampen beide Seiten anonym bleiben, sollen bei diesem System alle Beteiligten bekannt sein. Widder greift mit seinen Vorschlägen bereits praktizierte Maßnahmen aus anderen Regionen in Deutschland auf. Er hat sich gründlich damit beschäftigt, Schwachpunkte analysiert und ausgeräumt.

Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass der Einzelne liebgewonnene Gewohnheiten überwinden muss. Ständig steigende Benzinpreise könnten dazu beitragen, dass sich der eine oder andere doch von den Vorteilen von „Move“ überzeugen lässt. Dazu steht ihm die Homepage www.move.de zur Verfügung. Dort kann er sich auch an der Aktion „4 statt 5“ beteiligen, für die „Zusteiger-Mitnahme“ registrieren lassen oder die kostenlose Newsletter abonnieren, die über alle Aktionen informiert. Fahrgemeinschaften werden direkt über www.mifaz.de vermittelt.

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