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move hat schon viele Anstöße gegeben

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move hat schon viele Anstöße gegeben

24. Januar 2009

In der Wieslocher Woche findet sich ein Bericht über die letzte T+U-Ausschuß-Sitzung des Wieslocher Gemeinderats unter dem Titel: move hat schon viele Anstöße gegeben.

move hat schon viele Anstöße gegeben

Eigentlich rannte Projektleiter Wolfgang Widder im Wieslocher Gemeinderats-Ausschuss für Technik und Umwelt offene Türen ein: Schon im Dezember hatten sich die Kommunalpolitiker für eine Fortsetzung des Verkehrsprojekts im Jahr 2009 ausgesprochen und dafür auch 15000 Euro bereitgestellt.

Nun endet in diesen Tagen der Förderungszeitraum des Projekts, dass 2008 zu zwei Dritteln vom Land Baden-Württemberg finanziert worden war, eine Zusammenfassung der Ergebnisse und einen Ausblick auf 2009 machte da doch Sinn.

Widder erinnerte an die Ausgangssituation im Jahr 2007 – eine Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda hatte Ideen und Möglichkeiten der Verkehrsentlastung für Altwiesloch entwickelt. Das Ziel, insbesondere eine Minderung der frühmorgendlichen Verkehrsbelastung in diesem Ortsteil zu erreichen, kann nach einem Jahr durchaus als gegenwärtig erreicht bezeichnet werden, auch wenn dafür ein ganzes Bündel von Ursachen – nicht nur die move-Kampagnen – verantwortlich gemacht werden kann. (Genaue Zahlen aus verschiedenen Verkehrszählungen der move-Gruppe und die dazugehörigen Detailanalysen werden bei der Veranstaltung „move nach einem Jahr – eine Bilanz“ am 22. Januar, 19 Uhr, im Bürgerhaus Altwiesloch vorgestellt).

Das zweite Ziel von move war (und ist), Verbesserungen für den Verkehr in der ganzen Region anzuregen und Anstöße zu einer neuen Mobilitätskultur zu geben. Die Kampagne „4 statt 5“ war hierbei ein wichtiger Beitrag. „Einmal pro Woche nicht allein im Auto“ war hier die Devise. Möglichst viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten bewogen werden, ihre Mobilität auf Alternativen hin betrachten und je nach Situation sich zu einer persönlichen Alternative verpflichten. Das Ergebnis ist zufrieden stellend, aber sicher noch steigerbar, wie Widder meinte. Es gebe viele Hinweise auf positive individuelle Wirkungen, bei immerhin einigen Hundert Teilnehmern.

Die meiste Aufmerksamkeit fand sicher die „Zusteiger-Mitnahme“, ein System des abgesicherten Trampens, für das sich bislang rund 530 Personen, vor allem aus Wiesloch und Dielheim, angemeldet haben. Seit Herbst vergangenen Jahres fanden dabei auf der Route zwischen Schatthausen und dem Bahnhof ca. 100 Mitnahmen statt. Diese Zahlen sollen in diesem Jahr massiv gesteigert werden: Ca. 1200 Teilnehmer, ca. 20 tägliche Mitnahmen sind das Ziel.

Die seit knapp einem Jahr bestehende elektronische Mitfahrzentrale (www.mifaz.de/wiesloch) verzeichnet zwar gut sechzig Mitnahmeangebote; die Resonanz muß aber noch kräftig gesteigert werden („200 Angebote wollen wir schon erreichen“, so Widder).

13 weitere, größere und kleinere Bausteine machen deutlich, wo move noch überall ansetzte:

• Begleitete Radfahrgemeinschaft für Fünftklässler (Baiertal –Schulzentrum Wiesloch)
• Walking Bus-Linien eingerichtet (Reduktion der „Elterntaxis“ an Grundschulen)
• Elternhaltebuchten an der Wieslocher Gerbersruh- und Parkstraße
• Schnellbus Schatthausen – Bahnhof
• Befristete Rad-Beleuchtungsaktion für Jugendliche
• VRN-Entdeckerticket-Aktion
• Geschwindigkeitsanzeigetafel Dielheimer Straße
• „Bischofsmützen“ zum Fußgängerschutz an der Dielheimer Straße
• Motor-Stop-Kampagne an Baustelle Baiertaler Straße
• Realschulklasse „Fürs Klima auf Tour“ (Radkampagne)
• Wieslochcard gibt Busnutzern Gutschrift
• Kampagne „Radler des Monats“
• Übersicht über die Wieslocher Bus-Haltestellen

In Rauenberg und Walldorf wird gegenwärtig darüber nachgedacht (und im März in den Gemeinderäten entschieden), ob move-Elemente auch dort etabliert werden sollen. Da der Verkehr in Wieslochs Umgebung ähnlich problematisch ist und insbesondere das Wiesloch-Walldorfer Industriegebiet mit einbezogen werden sollte, erhofft sich Widder hier positive Entscheidungen.

Einig war sich der Ausschuss, dass move schon in diesem ersten Jahr viele positive Anstöße gegeben hat.

Quelle: WieWo 21. Januar 2009

Der "Laufende Schulbus". Projekt von move, findet an immer mehr Schulen Interesse