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move – ein Verkehrsprojekt in Stichworten

move – ein Verkehrsprojekt in Stichworten

move – ein Verkehrsprojekt in Stichworten
Quelle: WieWo-Beilage „Kurpfälzer Winzerfestanzeiger“ vom 27.8.08

• Die Abkürzung move steht für „Mobilität bewahren –Verkehr sparen“. Das Projekt hat eine wesentliche Wurzel in einer überparteilichen Arbeitsgruppe der Lokalen Agenda 21 in Wiesloch, die 2007 die Vorarbeiten leistete. Das Projekt wird zu zwei Dritteln aus Mitteln der baden-württembergischen Landesregierung, zu einem Drittel durch die Stadt Wiesloch finanziert. Dazu kommen einige Sponsoringbeiträge (s.www.move21.de). Die Projektleitung hat der Wieslocher Wolfgang Widder, in der Steuerungsgruppe wird er unterstützt von Bürgermeister Erwin Leuthe und Dr. Brigitta Martens-Aly.

• Die Kampagne „4 statt 5“, mit der move im Februar an die Öffentlichkeit ging, läuft noch bis in den Herbst hinein. Wer sein Auto öfter stehen lässt, Fahrgemeinschaften anbietet, sich für die Zusteiger-Mitnahme registrieren lässt oder schon immer viel mit Rad und Bus fährt, kann bei den Sparkassenfilialen Teilnahmekarten erhalten und vielleicht schöne Preise gewinnen!

• Verschiedene Flyer weisen auf die „Neuen Schritte im Verkehr“, die Zusteiger-Mitnahme und die elektronische Mitfahrzentrale mifaz hin. Dazu kam im Frühsommer ein Informationsblatt über das „Entdeckerticket“ des VRN.

• Die elektronische Mitfahrzentrale wird inzwischen auch in Rauenberg und Walldorf beworben, mit jeweils ortseigener Adresse (www.mifaz.de/wiesloch oder /dielheim oder /rauenberg oder /walldorf). Sie bietet die Möglichkeit, regelmäßige Fahrgemeinschaften zu konstanten Zeiten und mit jeweils den gleichen Personen zu finden.

• Die move-Zusteiger-Mitnahme ist ein abgesichertes Mitnahmesystem für Leute, die zu unregelmäßigen Zeiten unterwegs sind und sich nicht vorher festlegen können. Es bietet spontane, wechselnde Mitnahme an. Zusteiger wie Mitnehmer müssen sich registrieren lassen. Es fehlen nur noch wenige Dutzend Personen, um das System zu starten! (Registrierung siehe Kasten)

• 15 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a der Wieslocher Bertha-Benz-Realschule machten mit ihrem Lehrer Michael Schalber bei der Aktion „Fürs Klima auf Tour“ mit.

• Die bisherigen „Radler des Monats“, die die move-Fahrradgruppe kürte, sind Frank Hoffmann und Annabelle Zuber aus Baiertal sowie Kristin Graff und Dr. Roland Münz-Berti aus Wiesloch. Im August ist es Frau Hufnagel aus Dielheim.

• Die erste begleitete Schulweg-Radfahrgemeinschaft von Baiertal zum Schulzentrum Wiesloch – Impuls aus der move-Projektgruppe Schulzentrum – startete Ende Mai unter Leitung von Ulrich Zuber.

• Eine move-Projektgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, mehr Grundschüler (und ihre Eltern) zu einem sicheren Schulweg zu Fuß zu führen, trägt den Arbeitstitel „Schul-Geh-Bus“. „Walking Bus“-Initiativen (auch „Fuß-Bus“) gibt es schon mehrere, auch in der Region (Schwetzingen, Mauer). Mehrere Linien starten im September an Wiesdlocher Grundschulen.

• Ein Dielheimer Bürger, der ohnehin werktags jeden Morgen mit einem VW-Bus gegen 7.20 Uhr nach Wiesloch fährt, bietet 6 freie Plätze an, gegen geringe Benzinkostenbeteiligung. Das könnte den Schulbustransport ergänzen. Der Rückweg muß von den Eltern/Schülern allerdings eigenständig (wohl wie bisher) organisiert werden. Nähere Information bei der move-Projektleitung (T. 50144)

• Verschiedene move-Appelle finden sich auf den Wieslocher Ortseingangstafeln das ganze Jahr über. Speziell in Dielheim weist ein großes Banner auf die schnelle neue Busverbindung zum Bahnhof Wiesloch-Walldorf hin.

• Das move-Ortsteam Altwiesloch hat in Höhe der eingerichteten Baustellenampel einige Plakate aufgestellt, die auf die move-Ideen hinweisen. Nicht zuletzt die Aufforderung, im Interesse aller im Stau bzw. beim Ampelrot den Motor abzuschalten, wird immer häufiger beachtet. Die Baustelle wird übrigens bis in den Oktober hinein bestehen.

• Weniger Benzin zu verbrauchen, weniger Abgase zu verursachen, weniger durch Lärm zu belästigen, entspannter fahren, wer will das nicht. Move weist darauf hin: „Gleiten und Schwungnutzen“, „Niedertourig fahren“, „Reifendruck erhöhen“ gehören dazu!

• Auch das ist eine move-Information: Wer ein altes, kaputtes Rad zuviel hat, kann es zu Bernd Weinmann nach Dielheim bringen, er wartet nur darauf. „Aus drei kaputten mache ich ein ganzes!“ ist seit langem seine Devise. Weinmanns Ausgangspunkt war in den Neunziger Jahren die Unterstützung für Kosovo-Flüchtlinge, noch heute engagiert er sich im Wieslocher Freundeskreis für Flüchtlinge. Wer ein Rad zu wenig hat, kann bei ihm für 25 Euro eines erstehen. Am Radmangel sollte das Fahrradfahren also nicht scheitern! Bernd Weinmanns Adresse: Im Röthel 7 in Dielheim. Telefon: 73733.

• Durch überhöhte Geschwindigkeit in der Dielheimer Straße ist die Überquerung für die dortigen Anwohner immer wieder sehr riskant. Durch private Spenden, einen Beitrag des Stadtteilvereins Altwiesloch und den Erlös des Kuchenverkaufs am move-Stand am verkaufsoffenen Sonntag ist gesichert, daß eine Geschwindigkeitsanzeigetafel als Dauereinrichtung hier angebracht wird. Erfahrungsgemäß hat das schon eine dämpfende Wirkung.

• Wer mit dem ÖPNV zum Einkaufen nach Wiesloch kommt, erhält – wie schon bisher die Autofahrer – in Wieslochcard-Geschäften eine Gutschrift. Das Angebot, das move anregte, wird allerdings noch wenig genutzt.

• Rund 65 Personen arbeiten in den verschiedenen move-Arbeitsgruppen mit. Über 90 Arbeitssitzungen fanden bisher statt.

• Zwei Vorträge wiesen im Sommer diesen Jahres in Wiesloch auf verwandte Projekte in Hessen hin, hier die dazugehörigen Internet-Adressen: www.midkom.de und www.carriva.org.

• Die Projekthomepage www.move21.de zeigt neben aktuellen Informationen die Grundgedanken des Projekts. Interessante Links sind ebenso zu finden wie der Staufilm von Andreas Keßler, der Fernsehfilm aus der SWR-Landesschau vom 7. Juli und ein Film über die Zusteiger-Mitnahme. Auch ihn drehte der 18jährige Andreas Keßler aus Frauenweiler, Schüler des Wieslocher Gymnasiums.