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MOVE-Busgruppe zieht Bilanz

MOVE-Busgruppe zieht Bilanz

Eine Bilanz ihrer Arbeit legt die move-Busgruppe vor.

move-Presseinfo vom 06.10.08

(bma) Die Bedingungen zum Bus fahren in und um Wiesloch verbessern und das, was schon gut läuft beim Bus fahren bekannter machen – diese beiden Aufgaben hatte sich die ÖPNV-Gruppe im Move-Projekt gesetzt. Zum Abschluss seiner diesjährigen Arbeit zieht das fünfköpfige Team Bilanz.

Schon jetzt kann man sagen, dass die Taktverdichtung im Bus 702 Richtung Dielheim ihr Publikum gefunden hat; SWEG-Betriebsleiter Friedemann Schmid ist ausgesprochen zufrieden mit der Entwicklung der Fahrgastzahlen auf dieser Linie. Die MOVE-Banner an den Straßen, das von MOVE gemeinsam mit VRN organisierte Entdeckerticket und gelegentliche Pressemeldungen haben sicherlich dazu beigetragen.

Noch viel zu wenig bekannt ist das Engagement der Wieslocher Geschäftswelt für Kundinnen und Kunden, die mit dem Bus zum Einkaufen kommen: gegen Vorlage des Busfahrscheins oder der Jahreskarte wird beim Einkauf auf der Wiesloch-Card eine Gutschrift vorgenommen. Das kommt schießlich allen zugute: wer mit dem Bus in die Stadt fährt, mindert nicht nur das Staugeschehen und die Abgasbelastung, sondern trägt auch bei zur Parkraum-Entspannung.

Nicht ganz einfach gestalteten sich Versuche, die Situation im Schülertransport zu verbessern. Die beengten Verhältnisse in den Schulbussen lassen sich aus Kostengründen nicht einfach durch Einführen neuer Linien aufheben; in begrenztem Ausmaß ist aber ein Ausweichen auf den Linienbus möglich. Mit einem Informationsschreiben an die Fünftklässler bzw. deren Eltern hat die Busgruppe jetzt Hinweise für eine geschickte Nutzung gegeben, die hoffentlich den Rückgriff auf das „Mama-Taxi“ weitgehend überflüssig machen. Mit der Sperrung der Gymnasiumstraße für PKW konnte auf alle Fälle ein Beitrag zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler geleistet werden.

Das Jobticket, eine finanziell hoch attraktive Variante der Jahreskarte für Betriebsangehörige, sollte eine weitere Verbreitung erfahren; wenn ab Dezember die Betriebe HDM und REWE besser an die Buslinien angeschlossen sind, wird das Job-Ticket auch für die dort Beschäftigten eine echte Alternative zur Fahrt mit dem eigenen Auto werden.

Eine echte Fleißarbeit hat Uwe Hecker, leidenschaftlicher Bus-Nutzer, für die Busgruppe vorgelegt: eine Bewertung des Standards an sämtlichen Haltestellen des Wieslocher Stadtbusses. Damit können Haltestellen identifiziert werden, an denen besonders dringender Handlungsbedarf besteht, das Warten auf den Bus sowie die Orientierung im Stadtbussystem komfortabler zu gestalten. Mit den Fahrgastzahlen steigt beispielsweise der Bedarf an überdachten Bereichen, wie man täglich an der Haltestelle Ringstraße sehen kann. Hier ist jetzt die Stadt Wiesloch am Zug.

Ein weiteres Highlight der Arbeit ist die Einführung eines morgendlichen zusätzlichen Schnellbusses auf der Linie 707 ab Schatthausen 6:30 (ab dem Fahrplanwechsel im Dezember), der 6:55 am Bahnhof Wiesloch-Walldorf ist. Dies war nur möglich, weil durch die MOVE-Arbeit die unterschiedlichen Interessensgruppen ins Gespräch kamen, durch die MOVE-Umfrage im Frühjahr ein klarer Bedarf nachgewiesen werden konnte und auch Gemeinderäte in den MOVE-Gruppen mitwirken.

Der außerordentlich fruchtbare Dialog von Bus-Nutzern, Bus-Betreibern und Verantwortlichen aus Verwaltung und Gemeinderat soll natürlich im kommenden Jahr fortgeführt werden.

Wenn Sie Verbesserungsvorschläge zur Nutzung der Busse haben, wenden Sie sich bitte an Klaus Rothenhöfer (Tel. 4155) oder Brigitta Martens-Aly (Tel. 73585)