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Mit dem Rad so schnell wie mit dem Auto

Mit dem Rad so schnell wie mit dem Auto

Quelle: RNZ vom 26.3.08

Die Verkehrsinitiative „Move“ kürt künftig den Radfahrer des Monats – Frank Hoffmann ist der erste

Wiesloch. Im Rahmen des Move_Projekts („Mobilität bewahren, Verkehr sparen“) wird die Projektgruppe „Radverkehr“ bis zum Ende des Projekts im Dezember 2008 monatlich einen „Radler beziehungsweise Radlerin des Monats“ küren und das Foto mit Interview auf ihre Homepage www.move21.de stellen. Die Homepage der Stadt Wiesloch wird jeweils eine kurze Notiz hierzu mit Verlinkung erhalten.

Der erste „Radfahrer des Monats“ heißt Frank Hoffmann. Er ist 38 Jahre alt und wohnt in Baiertal Er fährt regelmäßig von seiner Wohnung in der Nähe der Baiertaler Schule zur Arbeitsstelle bei SAP in Walldorf. Das sind infach zehn Kilometer, die er hin in 25 Minuten, zurück in 30Minuten zurücklegt, bei gemütlicher Fahrt. Zusammen mit seinen Freizeitfahrten mit der Familie kommt er so auf 4000 Fahrradkilometer im Jahr. Seit 1999 wohnt er in Baiertal. Zunächst fuhr er nur im Sommer mit dem Rad und auch nicht täglich. Im Lauf der Zeit ließ er sein Auto immer öfter zu Hause stehen, sodass er heute fast nur noch mit dem Fahrrad fährt und höchstens größere Schneemengen oder ein anstehender Wartungstermin seines Firmenwagens ihn dazu bringen, mit dem Auto zu fahren. Demnächst wird wohl auch seine dann elfjährige Tochter ausprobieren, mit dem Rad statt dem Bus zur Schule nach Wiesloch zu fahren. Die Bildung einer Fahrrad-Mitfahrgruppe, wie sie im Schul-Arbeitskreis von Move vorgeschlagen wurde, würde er willkommen heißen und auch unterstützen.

„Das ist gut für die Gesundheit, ist ökologisch und macht einfach mehr Spaß“, sagt er zu seinen Gründen, mit dem Fahrrad zu fahren. Viele weitere Dinge fallen ihm auf die Frage ein, was gut am Radfahren sei, so das abwechslungsreiche Naturerlebnis entlang des Radwegs auf der ehemaligen Bahnstrecke in Altwiesloch, das tägliche Herz-Kreislauf-Training beim Berganstieg nach Baiertal und die gesparten Kosten für die entfallenden Autofahrten. Nur wenig fällt ihm auf die Frage nach Störfaktoren ein. Mit Autofahrern, Fußgängern und Inline_Skatern hat er keine Probleme, und bei frei laufenden Hunden muss man eben vorsichtig fahren. Einige Problemstellen in der Verkehrsführung könnte er den Verantwortlichen für Verbesserungen schon vorschlagen. Dies wird auch von der Move-Fahrradgruppe aufgenommen und mit der Stadt besprochen.

Wenn er morgens noch das Ende des täglichen Staus durch Altwiesloch sieht, ist er froh, auf den Radweg durchs Grüne abzubiegen und ebenso schnell bei der Arbeit zu sein, wie er mit dem Auto brauchen würde. Falls er andere zum Umstieg aufs Rad animieren

080326_Mit dem Rad so schnell wie mit dem Auto

Frank Hoffmann