Bild_kopf
Gerhard Hubert genießt die Zusteiger-Mitnahme

Archiv:

Gerhard Hubert genießt die Zusteiger-Mitnahme

2. Juni 2011

Dass das move-System “Zusteiger-Mitnahme” weiterhin genutzt werden kann, berichtet der stark sehbehinderte Baiertaler Gerhard Hubert.

„Ich finde das ein geniales System. Und ich stehe selten länger als zwei Minuten. Wenn es mal fünf werden, werde ich schon ungeduldig.“ Im Herbst 2009 wurde der fast blinde Baiertaler bei einer move-Werbeaktion für das System des abgesicherten Trampens gewonnen. „Wenn die Leute mein Schild sehen, mit „WIES“ oder „BAI“ drauf, dann halten sie einfach eher an, wie wenn ich nur den. Daumen rausstrecke. Das Schild schafft Vertrauen. Das hat nicht jeder.“

Als er kürzlich seinen inzwischen zerfledderten Ausweis im Bürgerbüro der Stadt erneuern wollte, wurde von dort der Kontakt zu move-Sprecher Wolfgang Widder hergestellt, der sich natürlich sehr freute zu hören, dass Gerhard Hubert fast täglich das System nutzt: “Ich bin so einfach viel flexibler“. Er hat schon derart viele gute Situationen mit netten Leuten erlebt, „auch wenn es oft nur kurze Gespräche sind“, das er das System nur empfehlen kann. „Die Leute erzählen mir dann manchmal, dass sie auch registriert sind und einen Aufkleber haben. Aber ich sehe den ja eh nicht und fahre auch mit Unregistrierten mit.“ Denen wird er in Zukunft Widders Telefonnummer (50144) geben, wenn sie sich einen Aufkleber besorgen wollen. „Nach und in Dielheim funktioniert es schon weniger gut – da müsste noch mehr Werbung gemacht werden.“ Ihm als alten Tramper wären auch Schilder für Fahrten nach Mauer oder Sinsheim, selbst nach Mannheim oder Karlsruhe wünschenswert. „ich nutze ja schon auch den Öffentlichen Verkehr, klar. Aber wenn ich mal den Bus verpasse, muss ich so keine 30 Minuten auf den nächsten warten.“

Er wundert sich, dass er keine anderen Nutzer sieht. Als ihm Widder erzählt, dass es auch nur etwa 20-25 Menschen waren und sind, die ihm als – meist gelegentliche – Nutzer bekannt sind, steigt seine Entschlossenheit, umso mehr „Mundpropaganda“ zu machen. „Man muss es einfach ausprobieren. Die Autofahrer freuen sich, einen mitzunehmen. Ich bin bestimmt schon 200x mitgefahren – nie gabs irgendwelche Probleme“. Mit dem erneuerten Ausweis können da nun die nächsten 200 Fahrten folgen!

Gerhard Hubert

Gerhard Hubert