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Frankfurter Mitfahrclub passt zu den move-Konzepten

Frankfurter Mitfahrclub passt zu den move-Konzepten

Der Frankfurter Mitfahrclub CARRIVA passt zu den move-Konzepten. Das zeigte sich kürzlich beim Vortrag von Klaus Homann, über den die Wieslocher Woche heute berichtet.

Quelle: Wieslocher Woche vom 16. Juli 08

Ähnliche Ziele wie das Wiesloch-Dielheimer Verkehrskonzept move verfolgt der Frankfurter Mitfahrclub CARRIVA, über den der Stadtplaner Klaus Homann berichtete. Auch CARRIVA, zur Zeit in der Pilotphase für Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens, will die Autofahrer dafür gewinnen, ihre Fahrzeuge öfter gemeinsam zu nutzen. „Etwa ein Drittel der Autofahrer sind dazu bereit. Es braucht aber einfache zu bedienende Verfahren, sie miteinander in Kontakt zu bringen“, meint Homann. Der Mitfahrclub bietet für Personen im Umkreis von 100 km um den Airport eine „dynamische Fahrgemeinschaftsvermittlung“: Wer mit seinem Profil registriert ist, bekommt auf (kostenlose) Anfrage in wenigen Sekunden übers Handy eine Information über einen passenden Partner, der ihn (in den allernächsten Minuten ) mitnimmt oder mitgenommen werden möchte, und wird auch gleich vermittelt. Zum jeweiligen Profil gehören neben den Fahrzielen bzw. Strecken (und „Korridoren“) auch Gewohnheiten (Rauchen u.ä.), Wünsche und Bereitschaften (z.B.: wie viel Umweg wird in Kauf genommen).

Die Abrechnung der Benzinkostenbeteiligung läuft zentral über den Club. Seit April läuft – ähnlich wie bei der hiesigen Zusteiger-Mitnahme – die Registrierungsphase. Homann gibt als Zielzahl 4000 Teilnehmer an. „Davon sind wir mit 550 zwar noch weit weg, aber wir intensivieren nun unsere Anstrengungen“.

In der Diskussion, an der sich viele move-Aktivisten beteiligten, wurden die Vorteile beider Systeme deutlich. Während das CARRIVA-System durch die ausgeklügelte Software im Hintergrund und die Einbeziehung des Mobiltelefons einen schnellen Vergleich zwischen Interessenten und Anbietern ermöglicht, kann die Zusteiger-Mitnahme, gerade in kleinerem regionalen Zuschnitt, mit ihrem Charakter einer Art „erweiterter Nachbarschaftshilfe“ punkten. Zusammen mit dem kürzlich vorgestellten Projekt midkom bieten sich den move-Mitstreitern mit dem hier vorgestellten Konzept (s. auch www.carriva.org) viele Anregungen, wie es an der Verkehrsfront weitergehen könnte.

Kontakt: Wolfgang Widder, Tel.: 06222 51044, info@move21.de