Bild_kopf
First Lego League-Wettbewerb

Archiv:

First Lego League-Wettbewerb

8. Dezember 2009

Den 2. Platz beim lokalen „First Lego League“-Wettbewerb belegte die Gruppe „Leimbach SAP marines“. Ihr Bericht enthält Anregungen für die Weiterentwicklung der move-Zusteiger-Mitnahme.

Beim diesjährigen First Lego League (FLL-)Wettbewerb beschäftigten sich die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen mit dem Thema “Smart Move“. Bei der weltweit ausgetragenen FLL treten Teams aus 5-10 Kindern im Alter von 10-16 Jahren unter einem jährlich anderen Motto in den Disziplinen Roboterbau- und Wettkampf sowie einem Forschungsauftrag an. Unter dem Motto„Smart Move“ machten sich diese Jahr weltweit mehr als 140.000 Kinder Gedanken über intelligente Lösungen von Verkehrsproblemen in der Zukunft.

Darunter auch die Mitglieder des Teams „Leimbach SAPmarine“, das beim lokalen Wettkampf in Walldorf antrat und dort mit der Präsentation ihres Forschungsauftrags einen 2ten Platz in dieser Disziplin erreichen konnte. Die Kinder beschäftigten sich mit der Frage, wie die Zusteigermitnahmen von MOVE21 verbessert werden könnte, um eine breitere Akzeptanz zu finden. In einem gespielten Dialog unterhielten sich die Teammitglieder über die möglichen Ursachen für das schleppende Anlaufen dieser Initiative:

„Es ist interessant zu beobachten, dass es eine ganze Reihe von Leuten gibt, die sich als Fahrer für die Zusteigermitnahmen registriert haben, aber dass man kaum jemanden sieht, den man mitnehme kann. Es scheint also wesentlich schwerer zu sein, in die Rolle des Mitgenommen zu schlüpfen als in die des Mitnehmers.“
„Kein Wunder, dann sieht man je entweder mitgenommen aus oder aber stehen gelassen. Beides nicht sehr schön.“ „Mann muss es schaffen, dass der Mitfahrer sich nicht so offensichtlich als Bittsteller zeigen muss, das schein in unserer Gesellschaft als Schwäche ausgelegt zu werden. Den Mut dazu haben nur ganz starke Menschen.“ „Du meinst Kinder. Da müssten die Erwachsenen einfach von uns lernen. Es ist doch einfach nur vernünftig, sich da zusammen zu tun.“„Erwachsenen lernen nichts, da muss man Ihnen eine Brücke bauen.“

Die Brücke, die die Kinder für uns Erwachsenen gefunden haben, ist die Benutzung neuer Technologie zur Vermittlung der Mitfahrgelegenheiten. Sie untersuchten, was gemacht werden muss, damit man über eine Kommunikation über ein Handy mit dem Navigationsgerät mitnahmewilliger Autofahrer schnell und bequem eine Mitfahrgelegenheit finden kann. Sie fanden heraus, dass es bereits Firmen und Institute gibt, die an der Realisierung solcher Projekte arbeiten. Eine solche Firma ist flinc, die bereits einen Prototyp einer mobilen Mitfahrzentrale zur orts- und zeitunabhängigen Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten entwickelt hat. In Gesprächen mit Herrn Hübl von der Firma flinc, Herrn Hagemann von der SAP und Herrn Widder von MOVE21 erörterten die Kinder die Vor- und Nachteile solcher Systeme und kamen zu dem Schluss, dass die Vorteile klar überwiegen. Auch wenn die Umsetzung der Pläne nicht von heute auf morgen erfolgen kann, so wurde doch erreicht, dass die Umgebung um Walldorf/Wiesloch von den beteiligen Parteien auf Ihr Potential als mögliche Modellregion für die Einführung einer solchen mobilen Mitfahrzentrale hin untersucht wird. Damit besteht zu mindestens die Chance, dass unsere Region früher als andere von neuen Technologien zur Verkehrsvermeidung profitieren kann.

Das Bild zeigt Mitglieder des Teams „Leimbach SAPmarine“ im Gespräch mit Mitarbeitern von SAP TV beim FLL Wettkampf in Walldorf. Von links nach rechts sind dies: Phil Poot, Bastian Obländer, Eileen Waschik, Carina Galante, Janis Schötterl-Glausch, Marco Bauer und Thomas Brinkmöller. Nicht im Bild sind Martin Brinkmöller, Axel Spindler und Adrian Höll.

Move-Info vom 29.11.09

tn_Leimbach SAP marine FLL_MOVE