Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 14. Juni 08
Gymnasiumstraße wird dauerhaft gesperrt
Eine Stimme Mehrheit gab den Ausschlag – Blumenkübel sollen Durchgangsverkehr verhindern
Wiesloch. (aot) Heftig wurde auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt der Antrag der Verwaltung auf Sperrung der Gymnasiumstraße und Einrichtung von Elternparkplätzen diskutiert. Mit einer Stimme Mehrheit, der von Oberbürgermeister Franz Schaidhammer, konnte die Sperrung schließlich durchgesetzt werden. Bei der Abstimmung über die Parkplätze gab es nur eine Gegenstimme und eine Enthaltung. Damit folgte der Ausschuss letztlich der Empfehlung Schaidhammers, die Angelegenheit zu klären, bevor die Straße (nach Fertigstellung des Mensabaus) in der alten Form wieder geöffnet wird.
Seit Beginn des Schuljahres ist die Straße wegen der Baumaßnahmen für die Ganztageseinrichtung für den Kfz-Verkehr gesperrt. Lehrkräfte von Gymnasium und Beruflichen Schulen, Lieferanten, Hausmeister und Handwerker können die Parkplätze mit Ausnahmegenehmigungen anfahren. Von Seiten des Gymnasiums und vom Move-Arbeitskreis „Schülerverkehr“ wurde nun die dauerhafte Sperrung angeregt, da durch das Zusammentreffen von Radfahrern aus beiden Richtungen, Fußgängern, parkplatzsuchenden Lehrkräften und Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, die Unfallgefahr sehr hoch sei. Manche der Ausschussmitglieder bezeichneten die Verhältnisse zum morgendlichen Unterrichtsbeginn als „chaotisch“. Da sich aus Sicht der Verwaltung und der Schulen (vertreten durch Oberstudiendirektor Eckhart Kamm) die Sperrung der letzten Monate bewährt hat, wurde nun vorgeschlagen, die Straße mit Blumenkübeln so zu sperren, dass kein Durchgangsverkehr mehr möglich ist. Die Mensa soll von der Parkstraße aus angefahren werden, die Lehrer-Parkplätze von der Gerbersruhstraße. Weiter ist vorgesehen, entlang der Parkstraße zwischen der Gymnasiumstraße und der Busstraße zusätzliche Parkflächen zu schaffen, zum Teil als Kurzparkzonen für Eltern. Sollte sich dies bewähren, wird geprüft, ob weitere Haltebuchten auch in
der Gerbersruhstraße eingerichtet werden können.
Die Gemeinderäte der Grünen und der SPD unterstützten den Antrag. Sie führten an, dass dadurch Unfälle vermieden würden und der Vorschlag sehr „effektiv und kostensparend“ sei. Außerdem sollte man den Wunsch der Schulen respektieren. Die Gegner aus den Reihen von CDU und Freien Wähler waren der Meinung, dass die Probleme nur in einen anderen Bereich verlagert würden, in dem zudem Durchgangsverkehr herrsche (Parkstraße). Außerdem müsse man auch die Interessen der Anwohner der Gerbersruhstraße berücksichtigen, denen man mit der Sperrung dieser „Querspange“ große Umwege zumute. Es wurde sogar bezweifelt, dass überhaupt Handlungsbedarf bestehe.
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