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Elsbeth und Gunther Schnepf aus Baiertal – move-Radler des Monats Dezember

Elsbeth und Gunther Schnepf aus Baiertal – move-Radler des Monats Dezember

Das Ehepaar Schnepf fährt bereits seit einigen Jahren mit dem Rad zur Arbeit. Elsbeth Schnepf arbeitet bei Betty Barclay in Nussloch, ihr Mann Gunther bei der Lincoln GmbH im Walldorfer Industriegebiet.

Der 52jährige Gunther Schnepf war eigentlich ein Läufer. Doch Knieprobleme zwangen ihn vor rund acht Jahren, die Sportart zu wechseln. Anfangs radelte er nur privat am Wochenende. Irgendwann begann er dann, auch zur Arbeit mit dem Rad zu fahren. Schnell entdeckte er, dass er mit dem Rad fast schneller unterwegs war als mit dem Auto. Der Gedanke, dabei auch noch etwas für die Umwelt zu tun und den Geldbeutel zu schonen, gefiel ihm immer besser. Gunther Schnepf radelt inzwischen fast ganzjährig, außer bei starkem Regen, Eis und Schnee. Er trägt Funktionskleidung und fährt nie ohne Helm. Und seit geraumer Zeit besitzt er sogar zwei Fahrräder, ein Rennrad für den Weg zur Arbeit und für die MLP-Touren von rund 160 Kilometern am Tag, an denen er mit großer Begeisterung teilnimmt, und ein Cross-Rad für die Freizeitfahrten mit seiner Frau Elsbeth.

Elsbeth Schnepf fing vor 6 Jahren im Alter von 48 an, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Bis dahin war sie nur am Wochenende mit Mann und Sohn per Fahrrad unterwegs gewesen. Irgendwann wurde bei ihr Bluthochdruck festgestellt. Eigentlich hätte sie Tabletten nehmen sollen. Doch sie wollte einen anderen Weg finden und informierte sich. Und so fiel der Entschluss, es mit dem Fahrrad zu versuchen. Wirklich toll fand sie den Gedanken nicht, morgens in Baiertal den Berg überwinden und die Strecke ans andere Ende von Nussloch bewältigen zu müssen. Doch mit der Zeit entwickelte sie Kondition und bekam recht schnell den Bluthochdruck in den Griff. Das war Motivation genug. Heute benötigt sie für den Weg über die Lederschenstraße, die Karl-Hermann-Zahn-Straße, den Baiertaler Buckel runter nach Altwiesloch, dann über den Osteingang durch das PZN-Gelände vorbei an der Großküche und dann von der Wilhelmshöhe auf dem Fahrradweg nach Nussloch bis zur Firma nur noch rund 20-25 Minuten. Auch sie genießt die Natur, den Stressabbau und den Beitrag für die Umwelt; aber vor allem auch ihre anhaltende Gesundheit. Elsbeth Schnepf fährt wie ihr Mann immer in Funktionskleidung und zieht sich in der Firma um. Sie fährt irgendwann ab 7 Uhr los und freut sich, wenn sie die vielen Autos überholt. Auch auf dem Rückweg stellt sich der Baiertaler Buckel in den Weg. Doch inzwischen radelt sie diesen entspannt hinauf.

In ihrer Freizeit nahmen beide, Elsbeth und Gunther, schon mehrmals an der „Tour de Heidelberg“ teil, einer vom Fitness-Studio Pfitzenmeier veranstalteten Benefiztour zugunsten des Kinderhospizes in Speyer. Dabei ist eine Strecke von rund 100 Kilometern zu bewältigen. Die Beiden lassen sie es sich nicht nehmen, schon zum Ausgangs- und Zielort Schwetzingen mit dem Rad anzureisen. Und auch im Urlaub sind die Räder stets dabei, z.B. um den Bodensee zu umradeln.

Gefragt nach Problemstellen oder Hindernissen auf ihren Arbeitswegen, meint Elsbeth Schnepf, es sei recht schwierig, am Ende des Baiertaler Buckels die Straßenseite zu wechseln, um in Richtung PZN zu radeln. Sie würde sich da eine Fußgängerampel oder wenigstens einen Zebrastreifen wünschen. Außerdem stören sie die vielen Scherben, weswegen sie auch schon mal bei der Polizei angerufen hat. Ein Scherbentelefon, wie es bereits in anderen Städten eingerichtet ist, fände sie auch für Wiesloch sinnvoll. Ohne unplattbare Reifen geht gar nichts, da sind sich die Schnepfens einig. Denn auch Gunther Schnepf kritisiert diesen Zustand. Auf seiner Strecke findet er Scherben gehäuft vom Hoschket bis zum Bahnhof. Er ärgert sich auch öfter mal über die mangelnde Rücksichtnahme am Hoschketkreisel und beim Kreisel im Industriegebiet nahe des Parkplatzes der Heidelberger Druckmaschinen, wo er auch als routinierter Radfahrer höllisch aufpassen muss, weil ihm ständig die Vorfahrt genommen wird. Und noch eine Sache ist Gunther Schnepf aufgefallen: In der Schwetzingerstraße in Wiesloch, die er schon mit rund 35 Stundenkilometern durchradelt, wird er fast immer überholt!

Radlerin des Monats Dezember 2011 Elsbeth Schnepf

Radlerin des Monats Dezember 2011 Elsbeth Schnepf

Radler des Monats Dezember 2011 Gunther Schnepf

Radler des Monats Dezember 2011 Gunther Schnepf