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Ein spielerischer Wettkampf: Fahrrad gegen Zusteiger-Mitnahme

Ein spielerischer Wettkampf: Fahrrad gegen Zusteiger-Mitnahme

Einen spielerischen Wettkampf „Rad gegen Zusteiger-Mitnahme“ dokumentiert das Dielheimer Mitteilungsblatt in der KW 46, in dem sich außerdem ein Porträt von Dr. H. Bergdolt im Rahmen von „Wir sparen eine Million“ findet.

Ein spielerischer Wettkampf:
Fahrrad gegen Zusteiger-Mitnahme

Meine Frau Anne und ich haben heute einen Wettkampf „Fahrrad gegen ZM“ ausgetragen:
Samstag, 31.10., 10:49 starten Anne (Fahrrad) und ich (ZM) an der Altwieslocher Bushaltestelle. Wer wird zuerst am Schatzgrundhof und wieder zurück sein?

Natürlich gewinnt Anne rasch Vorsprung, während ich das Schild für Baiertal und ein selbstgebasteltes für den Schatzgrundhof hochhalte und noch darüber staune, wie wenig Verkehr heute auf der Straße nach Baiertal ist. Klar, denn es sind ja noch Schulferien. Vielleicht war es kein idealer Tag für den Wettkampf? Aber wir wollen nun mal heute am Schatzgrundhof einkaufen. Inzwischen sind in gut 7 Minuten ca. 20 Autos vorbeigefahren – alle ohne move-Aufkleber. Da gibt es doch eindeutig noch Verbesserungspotential. Kaum gedacht, schon hält ein Kleinwagen neben mir, so dass ich einsteigen kann. Ich frage ob ich nach Baiertal mitfahren kann, oder gar zum Schatzgrundhof. „Natürlich“, sagt der Fahrer, denn er will auch dort einkaufen. Was für ein Glück für mich! Dann brauche ich nicht extra umzusteigen. Der ältere Herr am Steuer kennt die move-Initiative. Er findet die Idee großartig, Verkehr einzusparen. Beim sehr angenehmen Gespräch sind wir uns rasch einig: Noch eine Straße mehr ist kein Gewinn für Wiesloch. Mein Fahrer erzählt von amerikanischen Gästen, die immer wieder feststellen, dass es in unserer Gegend sehr voll ist.

Inzwischen haben wir längst Anne mit dem Fahrrad überholt. Ich erzähle meinem Fahrer von unserem kleinen Wettkampf. Er lacht und meint, dass ich den Hinweg wohl gewinnen werde, dass aber meine Frau für ihre Gesundheit mehr tut als ich.

Während mein Fahrer am Schatzgrundhof noch ein kleines Schwätzchen mit dem Bauern hält, gehe ich schon mal in den Laden. Dort werde ich von dem einzigen Kunden begrüßt. Wir waren uns vor gut 4 Wochen schon einmal bei einem move-Aktionstag begegnet. Er schaltet sofort, und fragt: „Willst du mit mir wieder nach Wiesloch fahren?“.

Als ich mit meinem Einkauf fertig bin, steht der kleine mir bekannte Flitzer schon direkt abfahrbereit. Erst als ich im Auto sitze, kommt Anne mit dem Fahrrad an. Sie lacht und kauft trotzdem nochmal etwas ein. Ich bin dann ca 15 Minuten vor ihr zuhause in Wiesloch.

Arndt Jacobi, Wiesloch

Kampagne „Wir sparen eine Million“:
Dr. Holger Bergdolt hilft mit, Autokilometer einzusparen

Frisch gekürtes Gemeinderats- und Kreistagsmitglied und überzeugter Wieslocher Arzt in Sachen „Gesundheits-Prävention“, Dr. Holger Bergdolt, hält move für ein wichtiges und besonderes Konzept. „Gerade das „Tag-ein-Tag-aus-Verhalten“ ist es, so der Mediziner, „das uns im Alltag Dinge oft unreflektiert tun lässt, deren Konsequenzen uns häufig nicht bewusst sind“. Deshalb macht er natürlich aus Überzeugung bei move mit. Häufig nimmt er Anhalter mit und benutzt vor allem in der Freizeit gerne das Fahrrad, auch wenn das Auto für seine tägliche Arbeit kaum ersetzbar ist. „Den schönen Kraichgau erkunden oder auf den Königstuhl mit dem Fahrrad fahren“, erklärt Dr. Bergdolt, „das hilft beim Abschalten und Auspowern vom Tagesstress.“ Zum Zeitpunkt dieses Gesprächs war das gerade unmöglich: Sein Rad war kurz zuvor gestohlen worden. „ich warte noch, ob es wieder auftaucht“. Lange Strecken zwischen Großstädten fahre er inzwischen nicht mehr mit dem Auto, sondern nehme lieber den Zug, auch, um noch nebenbei die Zeit zum Abarbeiten von Akten zu nutzen. „Da spare ich schon Autofahrten ein, auch wenn ich die gesamte Kilometerzahl nicht genau beziffern kann“.

Dabei macht er keinen Hehl daraus, dass er durchaus auch gerne mit dem Auto unterwegs ist. Dass Ihm das Konzept von move gefalle, das zu einem „Umdenken“ oder zumindest zu einem „Bewußt-Werden“ beitrage in Sachen Verkehr und Umwelt, sei nur logisch. Schließlich sei auch er mit dem von ihm initiierten Verein „Gesundheitsraum Wiesloch-Walldorf“ (GeWiWa e.V.) von der Idee überzeugt, dass es die vielen kleinen unnötigen Verhaltensweisen tagtäglich sind, die es zu ändern gilt, da diese letztlich z. B. auch für 80 % der Krankheiten verantwortlich seien. „Wir haben es in der Hand, die Umwelt und uns zu schützen“, erklärt Dr. Bergdolt weiter, „wenn wir bereit sind, an der ein oder anderen Stelle auch mal umzudenken und anders zu handeln als gewöhnlich.“

Das Gespräch führte Jacqueline Erck-Frank

Nähere Informationen zur move-Kampagne „Wir sparen eine Million“ finden sich unter www.move21.de/wirspareneinmillion