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Ein Baustein zur MOVE-Entwicklung

Ein Baustein zur MOVE-Entwicklung

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung und WieWo vom 2. Juli 08

Wiesloch. „Wir können viel voneinander lernen“, meinte der Darmstädter Informatiker Rolf Benz bei seinem Vortrag im Altwieslocher Bürgerhaus auf Einladung von „Move“. Benz ist Projektleiter von Midkom, gewissermaßen einer „Move-Schwester“, die in vier Gemeinden im Umland von Darmstadt angesiedelt ist. Midkom steht für „Mobilität In Den KOMmunen“ und arbeitet vor allem mit zwei Elementen: Anruf-Sammel-Taxen und Bürgerbussen. Das System ist vollkommen „bedarfsgesteuert“, keine Fahrt findet ohne Anforderung statt. Eine webbasierte Leitstelle sorgt für optimale Koordination. Als drittes Element wird die Mitfahrvermittlung im Privatfahrzeug – ähnlich wie Mifaz und Zusteiger-Mitnahme bei Move – in den kommenden Monaten eingeführt. Während Benz in der Diskussion die Wieslocher Vorgehensweisen hervorhob und als Anregung für die Midkom-Strategien mitnahm, stellte sich aus Wieslocher Perspektive besonders die „Heimfahrtsicherung“ als guter Baustein für eine Move-Weiterentwicklung heraus. Ist doch das Argument der ungesicherten abendlichen Rückfahrt in vielen Fällen ein Hindernis, sich auf Fahrgemeinschaften einzulassen, nicht zuletzt in Zeiten der Gleitzeit. Neben Car-Sharing-Lösungen, die von Firmen eingeführt werden könnten, sind sichere Abholdienste etwa durch ein Sammeltaxi ähnlich wie im Midkom-Modell eine große Chance, den Move-Ansatz zu vervollständigen. Am15. Juli wird in einem weiteren Vortrag ein anderes „Schwester-Modell“ vorgestellt: Carriva. Hier handelt es sich um einen Mitfahrclub für Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens.

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