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Dieser „Grand Prix“ hat einige Tücken

Dieser „Grand Prix“ hat einige Tücken

Auch in Rauenberg ist move am Start: eine Seifenkiste mit move-logo war beim Mannabergrennen am Pfingstmontag unterwegs. darüber berichtet die RNZ.
Quelle: RNZ vom 4. Juni 2009

Das Seifenkistenrennen der KJG Rauenberg lockte wieder hunderte Zuschauer an – Einige Fahrer landeten in den Strohballen

Rauenberg. (jo) Den Rennfahrern beim „Grand Prix am Mannaberg“ wurden wieder überwiegend ideale Rennbedingungen beschert. Von einem kurzen Schauer abgesehen, ging die Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein über die Bühne. Das Rauenberger Seifenkistenrennen hat Tradition: 1973 fand es erstmals statt, seit 1975 finden sich immer am Pfingstmontag begeisterte Hobbyrennfahrer auf dem Mannaberg ein, um die anspruchsvolle Strecke zu meistern. Eröffnet wurde der Renntag mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Mannaberg und dem anschließenden Eintopfessen.

Natürlich wäre ein Rennen nichts ohne seine Zuschauer. Hunderte Rennfans tummelten sich an der S-Kurve, der spannendsten und zugleich schwierigsten Stelle der Rennstrecke. Dort wurden sie von der KJG Rauenberg bewirtet und hatten gleichzeitig die beste Sicht auf die Strecke. Die Zuschauer feuerten jeden Fahrer, der in die Kurve einfuhr, mit viel Applaus an. Neben den Bewirtungszelten gab es in diesem Jahr auch einen Infostand der Verkehrsinitiative „Move“, die sogar eine eigene Move-Seifenkiste beim Rennen an den Start schickte.

Der „Grand Prix am Mannaberg“ hat seine Tücken. Die S-Kurve ist der schwierigste Punkt der Rennstrecke und entscheidet darüber, ob ein Team eine gute Zeit schafft. Die lange Gerade vor der Kurve gibt den Fahrern Schwung, den sie dann in der S-Kurve optimal nutzen müssen. Durchfährt man sie mit zu hoher Geschwindigkeit, dreht sich der Rennwagen und landet in den Strohballen am Streckenrand. Bremsen die Fahrer zu früh ab, verlieren sie viel Zeit und die Chancen auf den Sieg. „Die S-Kurve ist der Schlüsselpunkt der ganzen Strecke. Man muss sie mit exakt der richtigen Geschwindigkeit durchfahren, um nicht von der Bahn abzukommen“, sagt auch der Fahrer Rolf Lenz vom Rennteam „Alt und Durchgeknallt“, dessen Mitglieder aus Hockenheim angereist waren, um am „Grand Prix am Mannaberg“ teilzunehmen.

Beim freien Training am Sonntag konnten die Tücken der Strecke schon mal ausgetestet werden. Trotzdem schossen nicht alle Fahrer unbeschadet durch die S-Kurve geradewegs auf die Ziellinie zu. Nach kleineren Unfällen mussten die Seifenkisten von den Streckenposten erst wieder auf die Bahn geschoben werden. Bis auf einen Rennfahrer, der das Rennen in der S-Kurve abbrach, zeigten aber alle bis zum Schluss ihren Siegeswillen.

Leider konnten die Rauenberger in der Seniorenklasse den Sieg nicht zurück holen und mussten den ersten Platz wieder dem TV Dielheim I (153,32 Sekunden) überlassen. Wie im Vorjahr belegte der TV Dielheim II (154,78) den zweiten Platz. Der dritte Platz der Seniorenklasse ging dann an den VfB Rauenberg (159,69). In der Altseniorenklasse für Fahrer ab 35 Jahren nahm das „Zweirad Bergmeier Racing Team“ den Siegerpokal wieder mit nach Hause. Mit der Bestzeit von 156,33 Sekunden siegten sie deutlich vor der Zimmerei MSB (168,25) und dem TC Rauenberg (169,97).

Auch bei den Damen hatte der TV Dielheim wieder die Nase vorn (182,10 Sekunden) und siegte knapp vor dem TC Rauenberg (185) und dem Team Ladykracher (210,02). In der Dekanats und der Juniorenklasse konnten jedoch die Rauenberger wieder überzeugen. Der Förderverein der KJG Rauenberg holte den Sieg in der Dekanatsklasse in 168,87 Sekunden und lag vor der KJG Rauenberg (188,24) und dem KJG-Dekanatsteam Wiesloch (299,04). Die Juniorenklasse führte der TC Rauenberg an (169,45 Sekunden). Es folgten „Die Weinhäusler“ (172,77) und die Mainstreet Racers (208,38). Für eine lustige Abwechslung sorgte auch dieses Jahr wieder die Gaudikiste, bei der es nicht darauf ankommt, eine Bestzeit zu fahren. Das interessante, bettähnliche Gefährt der „Wernersens“ bot genug Platz für fünf „Rennfahrer“ und fuhr unbeschadet mit zwei großen, wehenden Deutschlandflaggen durch die S-Kurve. Dafür erntete die lustige Truppe einige Lacher und natürlich viel Applaus