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Die große Freiheit: 60.000 nutzen die Karte ab 60

Die große Freiheit: 60.000 nutzen die Karte ab 60

Die VRN-Karte ab 60 wird inzwischen von rund 60000 Menschen genutzt.

Nicht alles am älter werden ist schön, aber einen Trost gibt es: Neusechziger dürfen einen Monat lang im gesamten Verbundgebiet des VRN (s. Karte) umsonst Busse, S-Bahnen, Nahverkehrszüge und Ruftaxis nutzen. Von Wissembourg (Elsass) bis Wertheim, von Worms bis Waghäusel oder mal zum Bummeln nach Heidelberg, Kaiserslautern oder Mannheim – diese Karte macht Lust, öffentlich mobil zu sein. Rund sechzigtausend Menschen nutzen das Angebot bisher.

Das Glückwunsch-Abo bekommt, wer innerhalb von 12 Monaten nach dem 60sten Geburtstag eine „Karte ab 60 für ein Jahr abonniert. Es werden dann für die einjährige Dauer nur 11 Monatsbeiträge erhoben. Aber auch der reguläre Tarif von 37,60 € im Monat ist ausgesprochen erschwinglich für das großflächige Angebot.

Tickets am Automaten zu kaufen ist nicht jedermanns Sache, es erfordert Geduld, Vertrauen in die Technik und einige grundlegende Kenntnisse, und auch hier macht die Karte ab 60 das Leben erheblich leichter: einfach in Bus oder Bahn einsteigen und fertig, jedenfalls solange man sich innerhalb des Tarifgebiets befindet. Auch die Ruftaxis für die Zeit außerhalb des regulären Busbetriebs können mit dieser Karte umsonst genutzt werden und wenn doch mal ein Auto nötig ist, gibt es unter www.stadtmobil.de günstige Car-Sharing-Konditionen. Immerhin kostet ja das eigene Auto, selbst wenn es sehr bescheiden ist, mindestens zwischen 300 und 400 € im Monat (bei Vollkostenrechnung), also etwa das Zehnfache.

Um vorab passende Verbindungen zu finden auf Strecken, die man nicht so oft fährt, ist die Fahrplanauskunft unter www.vrn.de sehr nützlich. Hier kann man auch die Karte ab 60 online bestellen, außerdem gibt es auch aktuelle Auflugstipps, z. T. mit vergünstigten Eintritten bei Zoos und Museen bei Vorlage des VRN-Tickets. Für Smartphone-Nutzer gibt es verschiedene Apps, z. B. „Bus und Bahn“ oder „Fahrplan“, die einem überall unterwegs sagen können, wo und wann die nächsten Fahrtmöglichkeiten warten.

So wird die Fahrt mit dem ÖPNV zum „Reisen mit leichtem Gepäck“, denn wenn man angekommen ist, kann das Abenteuer gleich losgehen, ohne Suche nach einem Parkplatz und passenden Münzen für den Parkhausautomaten. Und natürlich mit einem angenehm kleinen „ökologischen Fußabdruck“.