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Das Pedelec als Energiesparer

Das Pedelec als Energiesparer

Der 82jährige Gotthelf Kern, move-Aktivist, hat übers Pedelec als Energiesparer geschrieben.

Das Pedelec als Energiesparer

Seit etwa 1985 fahre ich verschiedene selbstgebaute Sesselräder (Liegeräder). Zur Zeit besitze ich je ein selbstgebautes für Kinder, eines für mich und zusätzlich ein serienmäßig hergestelltes (eine Radius Viper). Da ich bereits 82 Jahre alt bin und meine Kräfte langsam nachlassen, habe ich Mitte des Jahres die Viper mit einem Pedelec-Antrieb ausgerüstet. Das ist ein Zusatzantrieb, der nur dann aktiviert wird, wenn man gleichzeitig mittritt. Oberhalb 25 km/h schaltet sich die Stromzufuhr ab.

Ein E-Bike, das mit Motorunterstützung schneller als 25 km/h fahren kann, benötigt ein Versicherungskennzeichen.
Inzwischen habe ich mit dem Pedelec 2300 km zurückgelegt. Mit einer Akkuladung erreiche ich 120 bis 150 km. Der Lithiumakku hat eine Kapazität von 9 Ah bei 36 V. Diese Werte im Vergleich zu Presseangaben und Beschreibungen lassen den Schluss zu, dass ich wohl sehr sparsam unterwegs bin (Stufe 1 oder 2). Bedenkt man, dass ein Liter Benzin etwa dem Energiegehalt von 10 kWh entspricht, kann sich dieses Ergebnis durchaus sehen lassen.

Wir sollten uns aber auch hüten, über jüngere Menschen, die E-Bike fahren, die Nase zu rümpfen. Wir kennen deren Gründe nicht. Vielleicht hat sie oder er nicht genügend Kraft, oder es ist vielleicht unangenehm, verschwitzt am Arbeitsplatz oder Theater anzukommen.

Auf alle Fälle sollte das „Fahrrad mit Rückenwind“ dem Auto vorgezogen werden. Wenn dann der Akku auch noch mit Ökostrom geladen wird, ist die Welt wieder in Ordnung.

Gotthelf Kern, Wiesloch
November 2013