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Bus fahren für Fortgeschrittene

Bus fahren für Fortgeschrittene

Quelle: Dielheimer Mitteilungsblatt vom 6. Juni 08
von Dr. Martens-Aly

Wenn man beginnt, die „Öffentlichen“ für sich als brauchbare Alternative zu entdecken, stellt sich irgendwann die Frage nach dem Dauerticket. Gut dran sind Menschen, deren Arbeitgeber sich am „Job-Ticket“ beteiligen: sie zahlen nur 28,- € pro Monat und können damit im gesamten VRN-Gebiet unterwegs sein. Alle Betriebe ab 20 Mitarbeitern haben die Möglichkeit, beim „Job-Ticket“ mitzumachen. Ist Ihr Arbeitgeber vielleicht dabei?

Aber auch für Normalverbraucher ist die Jahreskarte ausgesprochen erschwinglich: sie kostet – je nach Einzugsbereich und Vergleichsauto – etwa ein Fünftel bis ein Zehntel dessen, was ein Mittelklassewagen (bei Vollkostenrechnung) kostet. Das kann eine sehr wirtschaftliche Alternative zum (Zweit)wagen sein. Wer sich nach einer Probephase schließlich zum Kauf einer Jahreskarte entschließt, macht noch eine Entdeckung: außerhalb der gesamten Linienfahrtzeiten gibt es ja noch das Ruftaxi, das halbstündlich fährt, das man aber telefonisch eine halbe Stunde vorbestellen muss. Und das fährt Inhaber von Jahreskarten auch nachts ohne weitere Kosten an ihre Zielhaltestelle. Die Rufnummer steht an jeder Haltestelle.

Eine Dauerkarte für den Bus zu haben, beruhigt ungemein, denn sie gibt die Sicherheit, ans Ziel zu kommen. Es gibt die Jahreskarte auch übertragbar, wenn man sie teilen möchte. Bus fahren lässt sich außerdem gut kombinieren, zum Beispiel mit Radfahren bei schönem Wetter; hilfreich sind dabei die zunehmend im Stadtgebiet vorhandenen Fahrrad-Garagen. Auch das Zusteiger-Mitnahme-System, das im move-Projekt eingeführt werden soll, ist eine gute Ergänzung: man kann im dichten Berufsverkehr eine Mitnahmegelegenheit nutzen und nach Dienstschluss, wenn die Autos weniger dicht fahren, den Bus nach Hause nehmen. Oder vielleicht kommt, während man an der Haltestelle wartet, ein passendes Mitnahme-Auto vorbei und man ist dann ein paar Minuten eher zuhause als gedacht.

Auch der Einzelhandel hat die Bus Fahrenden entdeckt: Im Rahmen des move-Projekts bieten viele Wieslocher Geschäfte für Bus Fahrende an, Punkte auf ihre Wiesloch Card buchen zu lassen, wie es bisher nur für NutzerInnen der Parkhäuser üblich war. Zeigen Sie einfach Ihren Busfahrschein in Verbindung mit der Wiesloch Card beim Einkauf vor.