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move: Häufig gestellte Fragen zur „Zusteiger-Mitnahme“

Ein wichtiger Baustein im Rahmen des Verkehrsprojekts „move“ ist die sogenannte Zusteiger-Mitnahme. Einige der immer wieder gestellten Fragen sollen im folgenden beantwortet werden.

Für was steht move?
Für Mobilität bewahren – Verkehr sparen

Was will move mit der Zusteiger-Mitnahme erreichen?
Das System schafft eine weitere Möglichkeit, mobil zu sein. Gleichzeitig wird das Auto besser ausgenutzt. Damit wird Verkehr „gespart“. Das gilt für die morgendlichen Stausituationen in Altwiesloch, aber auch über den gesamten Tag für die gesamte Region um Dielheim und Wiesloch.

Warum sollte man mitmachen?
Hierfür gibt es viele Gründe: Verkehr sparen, etwas fürs Klima tun, nette Mitbürger kennenlernen, einen Beitrag für ein lebendiges Wiesloch/Dielheim leisten.

Kann ich mitmachen, auch wenn ich mich in meinen Fahrzeiten nicht festlegen kann?
Gerade dann ist das System ideal! Im Gegensatz zur verbindlichen klassischen Fahrgemeinschaft – die move auch fördert, über die „MIFAZ“- Mitfahrzentrale – funktioniert die Zusteiger-Mitnahme ohne vorherige Absprache: Wenn keine Personen mit Fahrzielschild an der Haltestelle bzw. Straße stehen, kommt auch keine Mitnahme zustande.

Besteht eine Verpflichtung zur Mitnahme?
Nein. So wie die Zusteige-Interessierten entscheiden, ob sie mitfahren, entscheiden die Autofahrer, ob sie mitnehmen. Die Motive dafür sind Privatsache.

Wenn ich gar nicht so weit fahre, wie das Schild anzeigt: Macht es Sinn, denjenigen mitzunehmen?
Wenn die Richtung „stimmt“: Bieten Sie das einfach an!

Kostet die Mitgliedschaft etwas?
Nein, denn es handelt sich gar nicht um eine Mitgliedschaft. Registrierung, Aufkleber, Fahrzielschilder, Ausweise – das ist alles kostenlos. Die einzelne Fahrt wird empfohlen zu bezahlen.

Und wie siehts mit der Versicherung aus?
Wer mitgenommen wird, ist automatisch über die KFZ-Haftpflicht des Fahrers/Eigentümers mitversichert. Ausnahmen können bestehen, wenn, z.B. bei Dienstfahrzeugen bzw. Firmensammelversicherungen, die Mitnahme ausdrücklich untersagt wird.

Warum sieht man nie welche, die mitfahren wollen?
Erst wenn genügend Menschen ihre Teilnahme erklärt haben, indem sie sich registrieren, kann das Ganze beginnen. Dieser Beginn wird dann öffentlich bekannt gemacht.

Für mich ist das System nicht geeignet, ich fahre eigentlich nie morgens durch Altwiesloch
Egal wann und wie oft Sie fahren, die Bereitschaft zum Mitnehmen kann jemand anderem helfen, sein Autostehen zu lassen; wann immer Sie auf der Straße sind, werden Sie Teil der „Mitnehmgemeinschaft“ – je größer diese ist, umso besser wird die Chance, mitgenommen zu werden, etwa für jemanden, der morgens mit dem Bus zur Arbeit gefahren ist.

Werde ich als Autofahrer nicht „ausgenutzt“?
Um zwischen den zwei Beteiligten eine Art „Gleichrangigkeit“ herzustellen, wird empfohlen, jede Fahrt mit einem Euro, als eine Art pauschaler Benzinkostenbeteiligung, zu bezahlen. Das ist – umgekehrt – auch keine Ausnutzung des Mitfahrers, der ja ansonsten auch Kosten für seine Beförderung bezahlen muß. Wenn Sie kein Geld nehmen möchten, steht Ihnen das allerdings auch frei.

Kann das System nicht missbraucht werden?
Durch die Registrierung und Anmeldung, die Ausweise und Aufkleber ist ein großes Maß an Sicherheit gegeben. Informieren Sie sich gegenseitig, bei wem Sie einsteigen bzw. wen Sie mitnehmen, lassen Sie sich Ausweis bzw. Aufkleber mit Adresse zeigen, steigen Sie nur bei Autofahrern ein, die den Aufkleber angebracht und das Adressfeld ausgefüllt haben.

Wer soll denn überhaupt mitfahren?
Am stärksten ist die „Sparwirkung“ natürlich, wenn Autofahrer ihr Fahrzeug stehen lassen und sich stattdessen mitnehmen lassen. Vielleicht sogar, um einen persönlichen Beitrag zu leisten zur Verkehrsreduzierung! Dazu kommen Personen, die ansonsten mit dem Bus oder Rad fahren, aus irgendwelchen Gründen das aber in diesem Fall nicht tun können oder wollen. Wenn das System „läuft“, wenn genügend Teilnehmer dabei sind, ist es vielleicht sogar schneller als manch andere Mobilitätsvariante!

Wie sieht es mit Jugendlichen aus?
Als Zusteiger können auch Jugendliche ab 16 Jahren registriert werden. Dazu ist die schriftliche Zustimmung eines Elternteils erforderlich.

Wie kann man sich anmelden?
Das geht übers Internet (www.move21.de), mit der Registrierungsbestätigung und dem Personalausweis dann zur Sparkasse oder zu den Bürgerbüros in Wiesloch und Dielheim, dort sind Aufkleber, Fahrzielschilder, Ausweise kostenlos erhältlich.

Geht das auch ohne Internet?
In den Bürgerbüros, der Stadtbibliothek Wiesloch und der Christusgemeinde Wiesloch geht’s auch in einem Zug. Personalausweis nicht vergessen!

Außerdem können folgende Personen informieren und registrieren:
Herr Jürgen Blaser, Baiertal, Klingenbruch 15, T: 71446
Herr Alfred Erlein, Dielheim, Lieselottestraße 1, T: 770251
Frau Evelyn Hiedell-Müller, Altwiesloch, Am Schlangengrund 12, T: 51759
Frau Dr. Brigitta Martens-Aly, Schatthausen, Ravensburgerstr. 16, T: 73585
Frau Patrizia Schneider-Winterstein, Wiesloch, Christusgemeinde, Martin-Luther-Straße, T: 53928
Herr Wolfgang Widder, Wiesloch, Silvanerweg 11, T: 50144



2 Diskussionsbeiträge zu “move: Häufig gestellte Fragen zur „Zusteiger-Mitnahme“”

  1. Markus Schmidt-Karaca sagt:

    Ich komme aus Heidelberg,
    Warum wird das System nicht auf das Umfeld von SAP ausgeweitet. di Leute kommen doch nicht nur aus Wiesloch.

  2. Ulrike Mayer sagt:

    Hallo,
    könntet Ihr so etwas von Rauenberg/Malsch/Malschenberg zur SAP Rot auch mit auf die Seite nehmen?
    Es ist ja auch umwelttechnisch ein toller Aspekt, warum brauchen wir so viele Autos?
    Ich denke, für diese Strecke gäbe es auch Bedarf.
    LiebeGrüße
    Ulrike

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