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Aktuelle Verkehrszählung Altwiesloch zeigt leichten Anstieg – move übergibt Daten an die Wieslocher Stadtverwaltung

Aktuelle Verkehrszählung Altwiesloch zeigt leichten Anstieg – move übergibt Daten an die Wieslocher Stadtverwaltung

Eine neue video-gestützte 24-Stunden-Verkehrszählung in Altwiesloch, von move/VCD beauftragt, erbrachte zwar keine große Steigerung der Zahl der Fahrzeuge, aber dennoch einige Ergebnisse, die überraschen.

Presse-Information 31.10.2012

Sie finden hier die move-Presse-Information zur neuen Verkehrszählung vom September 2012, einen erweiterten Stichwort-Text sowie die Rohdaten der Firma mociety consult, die die Untersuchung durchführte.

Die Verkehrsbelastungen in Altwiesloch sind nach wie vor gravierend – das sieht jeder sofort, auch ohne nach zu zählen. Um trotzdem mögliche Veränderungen erkennen zu können, beauftragte die Ortsgruppe des VCD (Verkehrsclub Deutschland) – in Wiesloch besser bekannt unter dem Namen „move“ – die Firma mociety consult mit der Durchführung einer videogestützten 24-Stunden-Verkehrszählung.

Mit der gleichen Technik fand bereits im September 2009 eine 24-Stunden-Zählung statt, damals auf Initiative von VCD und NABU. Damit ist nun ein fundierter Vergleich mit der Situation vor drei Jahren möglich. Die Ergebnisse der Zählung und eben auch des Vergleichs werden der Wieslocher Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt. Die VCD-Ortsgruppe wünscht sich, dass zukünftig regelmäßig entsprechende Zählungen stattfinden.
Die Ergebnisse, die Manfred Stindl und Wolfgang Widder vorstellten, zeigen eine Zunahme des KfZ-Verkehrs im 24-Stunden-Zeitraum – gemessen jeweils am letzten Dienstag des Monats September – von 20966 Fahrzeugen im Jahr 2009 auf 21556 in 2012. . Frau Lintz von mociety consult wies darauf hin, dass es 2009 am Beobachtungstag trocken war, während es 2012 die Hälfte des Tages regnete und die Temperatur um vier Grad niedriger war. Das spiegelt sich auch in der deutlich geringeren Zahl der gezählten Fahrräder und Motorräder wider.

Im Einzelnen gab es bei der aktuellen Zählung folgende Abweichungen gegenüber 2009:

  • Insgesamt wurden 590 Kfz mehr gezählt, das entspricht einer Zunahme von 2,8%.
  • Die Zahl der LKW, Lastzüge und Busse hat um 23 auf 707 Fahrzeuge leicht abgenommen (-3,1%).
  • Die Zahl der Krafträder hat sich deutlich, um etwa ein Drittel, von 444 auf 292 reduziert – hier dürfte das gegenüber 2009 schlechtere Wetter eine erhebliche Rolle spielen.
  • Einer erheblichen Erhöhung in/aus Richtung Baiertal (+ 6% = 774 Kfz) steht eine Verringerung in der Dielheimer Straße um 184 Kfz (-2,2%) gegenüber.
  • Es gab eine massive Zunahme zwischen 8 Uhr und 15 Uhr: +767 Kfz (+9,6%); auch dies betraf hauptsächlich die Verbindung in/aus Richtung Baiertal:+696 Kfz (+13,8%). Das ist mehr als die gesamte Zunahme von 590 Kfz/24h –in der übrigen Zeit wurden entsprechend leicht weniger Fahrzeuge registriert als vor 3 Jahren.
  • Leicht höhere Zahlen gab’s zwischen 6 Uhr und 8 Uhr (+69 Kfz / 2,8%) bzw. zwischen 15 Uhr und 18 Uhr (+72 Kfz / 1,4%).
  • Weniger Verkehr als vor 3 Jahren wurde zwischen 18 und 20 Uhr (-233 Kfz / 8,3 %) und zwischen 20 Uhr und 6 Uhr (-85 Kfz / -3%) registriert.
  • Erfreulich ist der beobachtete Rückgang um 93 Kfz (11,4%) in den Nachtstunden zwischen 22.30 Uhr und 5.30 Uhr
  • Nach Ansicht der VCD-Vertreter kann konstatiert werden:
    Das gesamte Verkehrsaufkommen liegt zwar weiterhin im „roten Bereich“; die in den neunziger Jahren prognostizierten extremen Steigerungen – damals war von mehr als 30000 Fahrzeugen die Rede – haben sich – erfreulicherweise – freilich nicht annähernd bewahrheitet. Festzuhalten ist, dass die Zahl der Berufspendler nicht zugenommen hat. Die deutliche Zunahme des Verkehrs gerade aus der und in die Richtung Baiertal zwischen 8 und 15 Uhr kann zum einen mit den neuen Wohngebieten in Baiertal und Schatthausen in Verbindung gebracht werden. Die VCD-Vertreter halten – gerade aufgrund der Tageszeiten, in denen die Erhöhung auftritt – zudem für wahrscheinlich, dass es sich um Einkaufsverkehr zur neuen Stadtgalerie handelt.

    Die Details der Untersuchung können auf der VCD-Homepage hier nachgelesen werden.

    Informationen: Wolfgang Widder, Tel.: 06222 50144 Manfred Stindl: Tel.: 06222 51365