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6. MOVE – Verkehrszählung am 13.10.09

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6. MOVE – Verkehrszählung am 13.10.09

23. Oktober 2009

Die diesjährige Herbstverkehrszählung in Altwiesloch brachte ein im wesentlichen unverändertes Ergebnis: Rückstau wieder etwas länger, etwas weniger LKW, Baiertaler Besetzungsgrad leicht erhöht, Radfahreranteil – vielleicht kältebedingt – geringer.

6. MOVE – Verkehrszählung

am 13.10. 09, 7.00 – 8.00 Uhr

Vorbemerkung
Im Unterschied zu den vorherigen Verkehrszählungen wurde diesmal nur im zentralen Zeitfenster von 7.00 Uhr bis 8.00 gezählt. Die Witterung war für Oktober sehr kalt, trocken. Der Vergleich bezieht sich auf die Frühjahrszählung 2009 im selben Zeitfenster. (Die Septemberzählung von 2008 bildet aufgrund der damaligen Ausnahmesituation Großbaustelle keinen brauchbaren Vergleich).

Ergebnisse und Interpretationen bzw. Schlußfolgerungen

1. Zusammenfassung in Stichworten

  • KFZ-Menge konstant
  • Weiter nachlassender LKW-Verkehr (von 68 über 49 auf jetzt nur noch 25 LKW)
  • Busgästezahl ist praktisch konstant.
  • Gesamtzahl der Personen praktisch unverändert.
  • Insassenzahlen ganz leicht gestiegen, Dielheimer Straße leicht über 1,3, Baiertaler Straße zwar höher wie bei den letzten Zählungen, aber immer noch unter 1,3.
  • Rückstausituation verschlechtert, wenn auch bei weitem nicht auf dem Niveau der ersten Zählung
  • 2. Radfahrer- und Fußgängerzählungen

    2.1 Hirschgasse

    29 Radfahrer (4/08: 18; 9/08: 27; 4/09: 30). Die Zahl der Fußgänger liegt bei 31 (4/08: 12, 9/08: 37; 4/09: 21).

    2.2 Mühlhölzle bzw. Tal-Radweg

    Die Zahl der Radfahrer liegt bei 74 (4/08: 71; 9/08: 111; 4/09:150). Fußgänger: 9 (4/08: 7; 9/08: 15; 4/09: 9). Mopeds und Mofas auf dieser Strecke: 7 (4/08:9; 4/09: 5).

    2.3 Die Gesamtzahlen der Radfahrer

    Zu den Werten an den beiden genannten Orten sind noch hinzuzuzählen einige wenige Radfahrer, die die Baiertaler Straße benutzten: 5 (4/08: 6; 9/08: 4; 4/09:11) Personen.
    Gesamtzahlen der Radfahrer : 108 (4/08: 95; 9/08: 142; 4/09:191); Fußgänger: 40 (19/52/30). Nimmt man den jeweiligen Herbstwert zum Vergleich und berücksichtigt man, dass die diesjährige Zählung drei Wochen später bei deutlicher kalter Oktoberwitterung stattfinden musste, kann bei den Radlern den Abstieg von 142 auf 108 evtl. nachvollziehen. Auch der Fußgängerwert sinkt von 52 auf 40. (Im Gegensatz zu den Autofahrern kann hier ein Vergleich mit der Herbstzählung vorgenommen werden, da die im Herbst 2008 bestehende Großbaustelle vermutlich zwar viele Autofahrer zum Ausweichen/Umfahren brachte, aber weniger Radverkehr beeinflusste)

    3. Busverkehr

    3.1 Schulbusse:
    (geschätzt)

    3.1.1 Schulbusse von Baiertal (ca. 7.10-7.15 Uhr):
    1.Bus: 75 (4/08: 90; 4/09: 79) Personen
    2.Bus: 60 (82/79) Personen
    3.Bus: 93 (78/83) Personen

    3.1.2 Schulbusse von Dielheim (ca. 7.05-7.10 Uhr):
    1. Bus: 85 (95/77) Personen
    2. Bus: 95 (80/82) Personen
    3. Bus: 75 (96/85) Personen

    3.2 Linienbusse:

    3.2.1 Linie 707 (von Schatthausen/Baiertal kommend):
    7.06 45 (57/40)
    7.36 24 (33/34)
    Insgesamt 69 Personen (4/08: 90; 4/09:74).

    3.2.2 Linie 702 (von Balzfeld/Dielheim kommend, Schätzungen):
    7.13 Uhr: 65 (4/08: 40; 4/09: 57) Personen
    7.43 Uhr: 50 (60/50) Personen
    Gesamtaufkommen: 115 (100/107) Personen.

    3.3 Sonstige
    Dazu kommen fünf weitere Busse mit insgesamt ca. 15 (0/17) Insassen.

    3.4 Gesamtzahl
    Die Gesamtzahl aller Businsassen beträgt zwischen 7 und 8 Uhr 682 Personen, im Verhältnis zu den Aprilwerten (4/08: 711; 4/09: 683) eine unwesentliche Abnahme.

    4.Verkehrszählung an der Gabelung Dielheimer/Baiertaler Straße

    4.1 Gesamtzahl der Kraftfahrzeuge in Zeitfenstern

    4.1.1 Baiertaler Straße:
    (in Klammern jeweils Wert von 4/08 und 4/09)

    7.00-7.15 Uhr: 140 (147/143) Fahrzeuge
    7.15-7.30 Uhr: 161 (179/166) Fahrzeuge
    7.30-7.45 Uhr: 134 (152/183) Fahrzeuge
    7.45-8.00 Uhr: 198 (145/157) Fahrzeuge

    4.1.2 Dielheimer Straße:

    7.00-7.15 Uhr: 105 (116/96) Fahrzeuge
    7.15-7.30 Uhr: 124 (141/170) Fahrzeuge
    7.30-7.45 Uhr: 180 (152/129) Fahrzeuge
    7.45-8.00 Uhr: 123 (115/135) Fahrzeuge

    4.1.3 Addiert man beide Straßen bzw. Verkehrsmengen, ergibt sich folgendes Ergebnis:

    7.00-7.15 Uhr: 140 + 105= 245 (263/239) Fahrzeuge
    7.15-7.30 Uhr: 161 + 124= 285 (320/336) Fahrzeuge
    7.30-7.45 Uhr: 134 + 180= 314 (304/312) Fahrzeuge
    7.45-8.00 Uhr: 198 + 123= 321 (260/292) Fahrzeuge

    KfZ-Menge bleibt konstant: 1165 (4/08: 1147, 4/09: 1179).

    4.2 Zu den Verkehrsarten

    4.2.1 Zunächst Aussagen zu den „Nebenschauplätzen“:

    4.2.1.1 Dielheimer Straße:
    Hier werden 10 (4/08:12; 4/09:7) Busse, 10 (11/18) Krafträder, 12 (15/29) Lkw und 1 (3/2) Taxifahrzeuge gezählt.

    4.2.1.2 Baiertaler Straße:
    Hier werden 7 (12/7) Busse, 15 (16/16) Krafträder, 13 (53/20) Lkw und 2 (0/0) Taxifahrzeuge gezählt.

    Abnahme der LKW von insgesamt 68 im April 2008 über 49 im April 2009 auf jetzt nur noch 25.

    4.2.2 Nun zum PKW-Besetzungsgrad an der Gabelung:

    4.2.2.1 Baiertaler Straße:

    7.00-7.15 Uhr: 1,19 (4/08: 1,24; 4/09: 1,19) Personen
    7.15-7.30 Uhr: 1,32 (1,38/1,27) Personen
    7.30-7.45 Uhr: 1,35 (1,30/1,30) Personen
    7.45-8.00 Uhr: 1,28 (1,14/1,18) Personen

    In der Baiertaler Straße vor der Einmündung liegt ein leicht angestiegener PKW-Besetzungsgrad vor von 1,28 Personen (1,26/1,23)

    4.2.2.2 Dielheimer Straße:

    7.00-7.15 Uhr: 1,25 (1,22/1,27) Personen
    7.15-7.30 Uhr: 1,55 (1,48/1,49) Personen
    7.30-7.45 Uhr: 1,37 (1,34/1,34) Personen
    7.45-8.00 Uhr: 1,08 (1,17/1,06) Personen

    Insgesamt ergibt sich in der Dielheimer Straße ein im Verhältnis zum April 2008 bzw. April 2009 (jeweils 1,31) minimal gesteigerter PKW-Besetzungsgrad von 1, 32 Personen.

    5. Rückstausituation

    In der Dielheimer Straße kam es im Vergleich zum April diesen Jahres eine Verschlechterung: Konnte damals überhaupt kein Rückstau beobachtet werden (April 2008: maximaler Rückstau 75m), lagen jetzt die Rückstaus bei 100-250 m, zwischen 7.28 Uhr und 7.43 Uhr. (Zum Vergleich: Im Dezember 2007, der ersten Beobachtung, lagen von 7.16 bis 8.05 Uhr Staulängen von über 200 m vor, mit einem Maximum von 850 m)

    Auch in der Baiertaler Straße verschlechterten sich die Werte: Das April-2009-Maximum lag bei 275 m (4/08: 375m), das jetzige Oktober-Maximum lag bei 575 m. Insgesamt lagen Rückstaus über 50 m in der Zeit von 7.14 Uhr bis 7.57 Uhr vor, allerdings nur von 7.41 bis 7.51 über 400m, ansonsten zwischen 50 und 300 m.
    (Zum Vergleich: Die Ausgangsbeobachtung im Dezember 2007 wies Staulängen von über 400 m von 7.16 bis 8.06 Uhr auf)

    6. Gesamtzahlen und Interpretationen

    Im Personenverkehr sind im Zeitfenster zwischen 7.00 und 8.00 Uhr am 13.10. 09 in Altwiesloch unterwegs gewesen bzw. von uns an den drei genannten Messpunkten registriert worden:

    Insgesamt 2328 Personen (4/08:2336; 4/09: 2315), davon:

  • 837 (830/846) Personen, die alleine in ihrem PKW fuhren
  • 607 (572/456) Personen, die als Fahrer und Mitfahrer gemeinsam in PKWs unterwegs waren, davon 276 (248/176) als Fahrer und 331 (324/280) als Mitfahrer (Fahrgemeinschaften und Bringdienste)
  • 682 (711/683) Personen, die in Bussen befördert wurden, davon 184 in den Linienbussen (Basis teilweise Schätzwerte)
  • 108 (95/191) Personen, die das Fahrrad benutzten
  • 40 (19/30) Personen, die als Fußgänger beobachtet wurden
  • 25 (49/68) LKW-Fahrer (Beifahrer nicht gezählt/beobachtet)
  • 25 (27/34) Personen mit/auf Motorrad, Roller, Moped oder Mofa
  • 4 (3/7) Personen, die ein Taxi nutzten (inkl. Fahrern).
  • Erstaunlich ist weiterhin, dass entgegen den Vermutungen, dass durch die Kurzarbeit bei HDM u.a. wirtschaftliche Effekte weniger Menschen unterwegs sein dürften, die Gesamtzahl der Personen praktisch unverändert ist. Das gleiche gilt für die Zahl der Alleinfahrer.
    Erfreulich ist, dass die Zahl der Mitfahrer bzw. Fahrgemeinschaften leicht angestiegen ist, auch im Vergleich zum April 2008. (Zum September 2008 läßt sich wie schon erwähnt, kaum ein Vergleich anstellen, bedingt durch die damalige Baustellensituation).

    Negativ ist, dass dennoch die Rückstaus wieder zugenommen haben.
    Erfreulich ist die Abnahme des LKW-Verkehrs,

    Die Zahl der Nutzer der Busse ist praktisch unverändert.

    Wolfgang Widder, move-Projektleiter, im Oktober 2009